WM: Boris Becker fordert Nagelsmann zu Gespräch mit Antonio Rüdiger auf
Nach dem Bayern-Spiel gegen Real Madrid rückt einmal mehr Antonio Rüdiger in den Fokus. Boris Becker nimmt dabei den Bundestrainer in die Pflicht. Nach der Kritik von Bayerns Josip Stanišić am deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger hat Ex-Tennis-Star Boris Becker sich zu Wort gemeldet und Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Handeln aufgefordert. "Etwas passiert mit Toni, wenn er auf dem Platz ist…", schrieb Becker auf X. "Ich mag Josips Ehrlichkeit und seinen Schutz für einen Mitspieler zugleich, aber Nagelsmann muss vor der WM ein richtiges Gespräch mit Toni führen!!!" Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko startet Mitte Juni. Am 12. Mai gibt Nagelsmann seinen WM-Kader bekannt. Kritik von Hoeneß: Tuchel fragte Bayern-Star, "ob er Deutsch kann" Stanišić: "Es ist genau nur ein Wort gefallen" Hintergrund von Beckers Forderung ist ein Interview mit Stanišić nach dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern und Real Madrid (4:3). Der 26-jährige Kroate hatte Rüdiger in den Katakomben der Arena kritisiert, nachdem dieser ihn während des Spiels mutmaßlich beleidigt hatte. "Es ist genau nur ein Wort gefallen – und das zweimal. Aber Sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er Mann genug, es zuzugeben", hatte Stanišić den Reportern gegenüber erklärt. Er wolle aber "kein böses Blut" und das Ganze nicht persönlich nehmen. "Es passiert in der Hitze des Gefechts. Für mich ist die Sache auch gegessen. Ich finde, so etwas gehört sich nicht, egal ob man gegeneinander spielt oder man sich kennt oder nicht." Rüdiger nicht das erste Mal in der Kritik Auslöser der deutlichen Worte war eine Szene aus der ersten Hälfte der Partie gewesen. Vor dem zwischenzeitlichen 3:2 der Madrilenen durch Kylian Mbappé hatte Rüdiger Stanišić bei einem Zweikampf getroffen. Der Bayern-Profi blieb vor Schmerzen auf dem Boden liegen und bekam von seinem 33-jährigen Gegenspieler einige Worte mit auf den Weg. Rüdiger stand in der Vergangenheit aufgrund seines Verhaltens auf dem Platz bereits öfter in der Kritik. So war er unter anderem beim spanischen Pokalfinale im vergangenen Jahr ausgerastet. Rüdiger beleidigte den Schiedsrichter und konnte nur mit Mühe von seinen Mitspielern zurückgehalten werden. Dafür sah er die Rote Karte, obwohl er nicht mal mehr auf dem Feld stand. "Er weiß meine Meinung, dass es nicht gut ist und dass das Limit auch erreicht ist", sagte Nagelsmann daraufhin über den Abwehr-Star. "Er weiß auch, dass das nicht mehr passieren darf, sonst hat es größere Konsequenzen."