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Nach Merz-Aussage: So würden die Deutschen die Rente reformieren

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Die schwarz-rote Koalition will die Rente reformieren. Wie genau, darüber wird heftig gestritten. Die Deutschen haben klare Vorstellungen. Die große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht, dass sie allein mit der gesetzlichen Rente im Alter auskommen wird. Das ergibt eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Sozialverbands Deutschland (SoVD). Demnach glauben 82 Prozent der Befragten, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird, um den Lebensstandard zu halten . Nur elf Prozent gehen vom Gegenteil aus. Eine Mehrheit von 53 Prozent sagt auch, dass sie nicht fürs Alter privat vorsorgen könne, weil ihr die finanziellen Mittel dafür fehlten. "Damit wird deutlich, dass politische Konzepte, die auf umfassende private Vorsorge setzen, an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigehen", stellt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier fest. Private und betriebliche Altersvorsorge könnten die gesetzliche Rente zwar ergänzen, aber bei Weitem nicht ersetzen. Statt von Kürzungen in der Rente zu sprechen, sollte man die gesetzliche Altersvorsorge stärken, so Engelmeier. Merz stößt Debatte zur Rente an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in der vergangenen Woche einen Streit über die anstehende Rentenreform angefacht, als er in einer Rede vor Vertretern der Finanzbranche sagte, die gesetzliche Rente würde in Zukunft nur eine "Basisabsicherung" sein . Am Wochenende relativierte er seine Aussagen beim Treffen des CDU-Sozialflügels in Marburg : "Es wird mit uns keine Kürzungen der gesetzlichen Renten geben." Die Koalition hat eine Rentenkommission beauftragt, die im Sommer Ergebnisse zur Reform der gesetzlichen Rente vorlegen will . Hintergrund sind die Herausforderungen durch den demografischen Wandel: Immer weniger Beitragszahler müssen für die Renten von immer mehr Rentnern und Rentnerinnen aufkommen. Das führt zu steil ansteigenden Rentenbeiträgen, die sowohl für Arbeitnehmer als auch für die Wirtschaft zur Belastung werden. In einem ersten Aufschlag hatte die Koalition eine Reform der geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen, ab 2027 soll das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ersetzen . Damit erhalten Sparer, die Geld fürs Alter auf ein gefördertes Depot anlegen, einen staatlichen Zuschuss von bis zu 540 Euro im Jahr. Beamte und Besserverdiener sollen zahlen In einem nächsten Schritt soll also die gesetzliche Rente reformiert werden – aber die Deutschen sind den Ergebnissen der SoVD-Umfrage zufolge wenig bereit für große Einschnitte. Die Meinungsforscher haben die Teilnehmer zum Beispiel gefragt, welche Maßnahmen sie zur Reform der Rente befürworten würden. Demnach sind 70 Prozent der Befragten dafür, dass auch Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten . Von allen vorgeschlagenen Maßnahmen erhielt diese die größte Zustimmung. 42 Prozent würden höhere Steuern für Besserverdienende befürworten, 32 Prozent halten staatliche Kapitalanlagen für eine geeignete Lösung zur Stabilisierung der Rentenkasse. Maßnahmen wie die Erhöhung der Rentenbeiträge, eine Erhöhung des Rentenalters oder eine Begrenzung des Rentenniveaus lehnt die große Mehrheit (weniger als 15 Prozent Zustimmung) ganz ab. Experten zufolge würde die beliebteste Option – die Einbeziehung von Beamten und Politikern – die Finanzprobleme der Rentenversicherung allerdings nicht lösen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatte sich zuletzt 2023 in seinem Jahresgutachten mit den Reformoptionen für die Rente auseinandergesetzt. Demnach würden kurzfristig dadurch zwar die Einnahmen der Rentenkasse erhöht, langfristig würden die Beamten und Beamtinnen allerdings eine zusätzliche Belastung darstellen, da sie im Schnitt länger leben und höhere Renten erzielen. Im Grunde wäre dies also ein Nullsummenspiel. Die "Wirtschaftsweisen" hielten stattdessen eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung deshalb für sinnvoller. Darüber hinaus brauche es eine stärkere Kapitaldeckung der Beitragszahlungen.



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