Добавить новость
ru24.net
World News in German
Май
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

17 Jahre Haft: Angeblicher Vergewaltiger saß unschuldig im Gefängnis – und soll dennoch zahlen

0
Stern 

Der Fall von Andrew Malkinson gilt als einer der schwersten Justizirrtümer Großbritanniens. Auch nach seinem Freispruch kämpft der unschuldig Verurteilte weiter.

Mehr als 17 Jahre verbrachte Andrew Malkinson in Haft: Der Brite wurde 2003 als Verdächtiger in einem Vergewaltigungsfall festgenommen und ein Jahr später zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Engländer hatte jedoch stets seine Unschuld beteuert. 2020 wurde er wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen und drei Jahre später von einem Gericht freigesprochen.

Juristisch ist der Fall damit also geklärt, finanziell allerdings noch lange nicht. Malkinson, mittlerweile 60 Jahre alt, muss für die Kosten, die ihm bei seinem Kampf um Gerechtigkeit entstanden sind, wohl selbst aufkommen. Laut Malkinson geht es um bis zu 10.000 britische Pfund (ungefähr 11.500 Euro), die Experten und Gutachter von ihm einfordern könnten.

Unschuldig im Gefängnis – Kampf von Andrew Malkinson geht weiter

Malkinson hatte nach seinem Freispruch auf eine Entschädigung von bis zu einer Million Pfund. Davon würden diese Kosten allerdings abgezogen werden. „Ich weiß nicht, was die Rechtfertigung dafür ist, aber es ergibt überhaupt keinen Sinn, das zu tun, außer dass sie offensichtlich versuchen, so viel wie möglich zurückzuholen“, sagte der Engländer der BBC. 

„Das ist wirklich falsch, es fühlt sich rachsüchtig an. Warum übernimmt nicht der Staat, der Verursacher dieser Ungerechtigkeit, die Kosten für die Sachverständigen und die Anwaltskosten, denn er hat den Schaden verursacht, nicht ich?”, so Malkinson weiter. Über seinen Fall sagte er in einem BBC-Podcast, er sei „betrogen worden, schwer betrogen“.

Tatsächlicher Täter wurde ermittelt

Das Justizministerium erklärte, man habe im vergangenen Jahr die maximale Entschädigung für Justizopfer auf 1,3 Millionen Pfund erhöht. Derzeit finde eine Prüfung durch die Rechtskommission statt.

Die Verurteilung von Malkinson gilt als einer der schwerwiegendsten Justizirrtümer in Großbritannien. Er soll eine 33-jährige Frau auf ihrem Heimweg angefallen, stranguliert und vergewaltigt haben. Bei einer polizeilichen Gegenüberstellung wurde Malkinson identifiziert. Spätere Analysen ergaben, dass die an der Kleidung des Opfers gefundene DNA nicht von ihm stammte. Im vergangenen Jahr wurde der tatsächliche Täter verurteilt.




Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса