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Rente mit 70? Experten der Rentenkommission dementieren Medienbericht

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Eine Expertenkommission will laut einem Medienbericht ein deutlich höheres Renteneintrittsalter empfehlen. Mitglieder des Gremiums dementieren diesen Bericht jetzt deutlich. Mehrere Mitglieder der Rentenkommission der Bundesregierung haben im Austausch mit t-online einen Bericht der "Bild"-Zeitung dementiert, wonach das Gremium eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen wolle. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig, der der Kommission angehört, sagte am Donnerstag t-online, es sei "nicht richtig", was in dem Artikel der "Bild"-Zeitung stehe. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP ergänzte er, der Bericht der "Bild" treffe "schon deshalb nicht zu, weil bislang über die beschriebenen Punkte noch keine Beschlüsse getroffen wurden". Reddig wollte sich nicht dazu äußern, welche Inhalte die Kommission bereits besprochen hat. Er verwies auf die "strikte Vertraulichkeit", welche die Kommission für ihre Arbeit vereinbart habe. Auch die SPD-Abgeordnete Annika Klose, die der Kommission ebenfalls angehört, verwies gegenüber AFP auf die vereinbarte Vertraulichkeit. SPD-Abgeordnete Klose verweist auf Vertraulichkeit Klose sagte über den Stand der Kommissionsberatungen, "dass vieles noch nicht entschieden ist und wir noch vier bis fünf Wochen brauchen". Von daher könne sie sagen, "dass der 'Bild'-Bericht nicht stimmt", fügte die Sozialexpertin hinzu. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die Rentenkommission der Regierung empfehlen werde, die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt schrittweise bis Anfang der 2060er-Jahre von derzeit 67 auf 70 Jahre anzuheben. Gelten sollte die neue Untergrenze dann für alle, die nach 1990 auf die Welt kamen. Nach t-online-Informationen ist die Frage eines höheren Renteneintrittsalters – wie zahlreiche andere Ideen zur Stabilisierung des Umlagesystems der gesetzlichen Rente – zwar diskutiert worden. Einen finalen Beschluss für den Abschlussbericht jedoch gibt es demnach noch nicht. Rentenreform beschlossen: Das ändert sich jetzt Studie: Viele Rentner reicher, als die Statistik vermuten lässt Auch für andere Ideen, die der "Bild"-Artikel thematisiert, ist noch offen, ob sie sich im Abschlussbericht der Kommission wiederfinden. Bei einer Absenkung des Rentenniveaus ist noch unklar, was die Kommission empfiehlt. Auch die Frage, ob Beamte in die gesetzliche Rente einbezogen werden sollen, ist dem Vernehmen nach nicht abschließend geklärt. Laut "Bild" soll die Kommission erwägen, eine Absenkung des Rentenniveaus von aktuell 48 Prozent des Durchschnittslohns auf künftig 46 Prozent zu empfehlen. Bei der Beamtenfrage, berichtet die Zeitung, sei die Kommission sich noch nicht einig. Wissenschaftler und Politiker sitzen in der Kommission Das Gremium mit der offiziellen Bezeichnung "Alterssicherungskommission" berät über das Gesamtversorgungsniveau und nimmt dabei die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge in den Blick. Es wurde von der Bundesregierung eingesetzt. Bis Ende Juni soll es Vorschläge vorlegen, die der Bundesregierung als Grundlage für eine umfassende Reform dienen. Die Leitung obliegt dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit , Frank-Jürgen Weise, und der Professorin für Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft Constanze Janda. Neben den beiden Vorsitzenden gibt es drei Stellvertreter aus den Reihen des Deutschen Bundestages: Pascal Reddig (CDU), Florian Dorn (CSU) sowie Annika Klose (SPD). Hinzu kommen acht wissenschaftliche Mitglieder, die von den Regierungs-Fraktionen vorgeschlagen wurden, unter anderem der bekannte Ökonom Peter Bofinger und der Wirtschaftsweise Martin Werding . Bundesbankpräsident: Rentenalter an Lebenserwartung koppeln Zuletzt hatte sich der Präsident der Bundesbank für ein steigendes Renteneintrittsalter ausgesprochen. Joachim Nagel forderte Mitte Mai, das gesetzliche Rentenalter nach 2031 systematisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln: "Das halte ich für nahezu unausweichlich, wenn wir – zum Glück – immer länger leben." Die schwarz-rote Koalition hat im Mai bereits einen anderen Bereich der Rente reformiert. Im Mittelpunkt steht dabei eine neue Finanzierung. Drei Säulen – gesetzlich, betrieblich und privat – sollen in ein neues Verhältnis treten und zusammen ein verlässliches Gesamtversorgungsniveau ergeben , das höher ist als jenes der gesetzlichen Rente allein. Mit der Reform soll die staatlich geförderte Vorsorge einfacher, günstiger und vor allem renditestärker werden. Bundeskanzler Friedrich Merz versuchte bei einem Kongress des DGB, Sorgen vor Leistungseinschnitten zu zerstreuen. "Niemand in diesem Land schlägt Kürzungen der gesetzlichen Rente vor", betonte er. Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben: Das Rentenalter soll absehbar bei 67 Jahren verharren, das Rentenniveau soll bei 48 Prozent bleiben.



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