Nahost-Krieg: USA greifen Ziele im Iran trotz Waffenruhe an
Eigentlich gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es zu US-Angriffen. Ein Deal ist laut den USA aber trotzdem weiter möglich. Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte. Ein Sprecher des Regionalkommandos der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (Centcom) erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär. Die US-Armee übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber ihre eigenen Verbände. Republikaner kritisieren Iran-Deal: Trump reagiert Newsblog zum Krieg in Nahost: Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf iranische Ziele. Obwohl die Waffenruhe im Iran-Krieg weitestgehend hält, hat es rund um die Straße von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe gegeben. Anfang Mai etwa attackierte der Iran US-Militärschiffe in der Meerenge mit Raketen und Schnellbooten, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an. Rubio: Abkommen mit Teheran trotz US-Angriffen auf den Iran weiter möglich US-Außenminister Marco Rubio hält trotz der jüngsten Angriffe seines Landes auf den Iran ein Abkommen mit Teheran über ein Ende des Kriegs weiter für möglich. Bei einem Besuch in Indien verwies Rubio am Dienstag auf für im Laufe des Tages geplante Verhandlungen in Katar. "Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt." Zu einem möglichen Abkommen mit Teheran und den geplanten Verhandlungen in Katar sagte Rubio vor Journalisten: "Es gibt viel Hin und Her bezüglich bestimmter Formulierungen (...), deshalb wird es wohl noch ein paar Tage dauern." US-Präsident Donald Trump habe "den Wunsch geäußert, eine Einigung zu erzielen", fügte Rubio in Jaipur hinzu. "Er wird entweder einen guten Deal abschließen – oder gar keinen." Zugleich forderte Rubio von Teheran erneut die Öffnung der Straße von Hormus: "Sie wird am Ende offen sein – auf die eine oder andere Weise." Das iranische Vorgehen in der für die Weltwirtschaft wichtigen Meerenge sei "rechtswidrig und illegal – es ist für die Welt untragbar und nicht akzeptabel".