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Май
2026

Kai Havertz: Schießt der DFB-Stürmer Arsenal zum Champions-League-Triumph?

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Der FC Arsenal will an diesem Samstag Geschichte schreiben. Die "Gunners" setzen dabei auf den Torinstinkt von Kai Havertz. Lob für den DFB-Star gibt es von höchster Stelle. In jeder Stammtischrunde würde wohl diese eine Phrase über Kai Havertz fallen: "Der weiß, wo das Tor steht." Dabei ist der 26-jährige DFB-Star vom FC Arsenal gar kein Mittelstürmer der klassischen Art, der im Strafraum auf seine Chancen lauert. Sein Spiel ist schwer zu greifen, mal auf dem Flügel, mal in der Spitze, mal dahinter. Aber immer torgefährlich. Champions League: Darum wird das Finale um 18 statt 21 Uhr angepfiffen Arsenal gegen PSG: So sehen Sie das Endspiel live im Free-TV Kein Geringerer als Arsenals Torjäger-Legende Thierry Henry , der mit den "Gunners" vor 20 Jahren das Champions-League-Endspiel gegen Barcelona erreichte (1:2), adelte den deutschen Nationalspieler vor dem anstehenden Duell um den Henkelpott gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain (18 Uhr im t-online-Liveticker ): "Er hat diese Gabe, wichtige Tore zu machen. Trainer Mikel Arteta sagte es selbst: Sie haben Kai vermisst, weil er beim Umschalten hilft, stark im Pressing ist. Er macht ständig Druck, versteht das Spiel durch seinen hohen Fußball-IQ sehr gut. Er setzt sein Gehirn ein", sagte der Franzose im Interview mit der "Sport-Bild". Diese "Gabe" will Havertz auch an diesem Samstag unter Beweis stellen. So wie er es schon einmal getan hat. Ausgerechnet im Dress von Arsenals Stadtrivale FC Chelsea avancierte der gebürtige Aachener fast auf den Tag genau vor fünf Jahren zum Matchwinner gegen Manchester City . 1:0-Sieg für die damals von Thomas Tuchel trainierten "Blues". Goldener Torschütze: Kai Havertz. Havertz über Siegtor 2021: "Hoffe, dass es noch einmal passiert" Er ist neben Ersatztorwart Kepa Arrizabalaga der einzige Akteur im Kader der Engländer, der weiß, wie es ist, in einem Champions-League-Endspiel zu stehen. Und es zu gewinnen. Davon zehrt der 57-fache Nationalspieler noch heute, wie er dem "Guardian" verriet: "Das werde ich nie vergessen. Als Kind hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich im Finale ein Tor schießen und das Spiel gewinnen würde. Darauf werde ich immer stolz sein. Ich versuche einfach, dieses Gefühl mitzunehmen, und hoffe, dass es noch einmal passieren wird." Aber nicht nur im Finale von 2021 war Havertz zur Stelle. Wenige Monate später schoss er Chelsea auch zum Sieg bei der Klub-WM gegen Palmeiras. Per Elfmeter in der 117. Minute. Und auch in dieser Saison erwies er sich als Mann für die wichtigen Momente. So besorgte er im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse bei seinem Ex-Klub Leverkusen das späte 1:1, wieder vom Elfmeterpunkt. Im Viertelfinale bei Sporting Lissabon traf er in der Nachspielzeit erneut als Joker zum 1:0-Sieg. Da das Rückspiel torlos blieb, war sein Treffer der entscheidende für Arsenals Halbfinaleinzug. In der Liga köpfte er vor wenigen Tagen gegen Burnley den 1:0-Siegtreffer, der schließlich für Arsenal den ersten Meistertitel seit 22 Jahren bedeutete, weil Konkurrent Manchester City tags darauf patzte. Kurzum: Immer wieder war Havertz zur Stelle, wenn es wichtig wurde. Und das, obwohl er den Großteil der aktuellen Spielzeit verletzungsbedingt verpasste. "Wenn er mal einen Rhythmus hat und richtig fit ist, dann ist er ein super Spieler und sehr wichtig", lobte Ex-Arsenal-Torwart Jens Lehmann ihn im Gespräch mit dem Münchner Merkur/tz. Havertz: "Gab Tage, da ist man an dunklen Orten" Jener Rhythmus ist der Knackpunkt bei Havertz, der in den jüngsten knapp eineinhalb Jahren eine wahre Verletzungsodyssee durchlebte. Im Februar 2025 beendete eine hartnäckige Oberschenkelblessur seine Saison vorzeitig. Nach dem ersten Ligaspiel der aktuellen Spielzeit, in dem Havertz sein Comeback feierte, begann die Leidenszeit von vorn. Knieverletzung, OP, Zwangspause bis zum Jahresende. Im Interview mit dem "Focus" gab er kürzlich zu: "Es gibt schon Tage, da ist man an dunklen Orten – da kann und will ich nicht lügen. Bei mir war das Problem, dass ich erst eine schwere Verletzung hatte (die oben erwähnte Oberschenkelverletzung, Anm. d. Red.) und dann vier, fünf Monate alles versucht habe, um schnellstmöglich auf den Platz zurückzukehren. Das habe ich letztlich geschafft und mich topfit gefühlt." Und dann kam besagter Saisonauftakt bei Manchester United . Erst im Januar kehrte Havertz auf den Rasen zurück. Nur zwölfmal konnte er in der Liga in dieser Saison auflaufen. Bei seinen fünf Champions-League-Einsätzen stand er nie länger als 45 Minuten auf dem Platz. Und doch war er so wichtig auf dem Weg ins Endspiel. Die gute Nachricht für Arsenal: Jetzt ist Havertz vollständig fit – und bereit für den nächsten großen Moment. Er sagt: "Als ich verletzt war, ging es mir wirklich schlecht. Aber alle haben mir seit Januar gesagt, dass noch so viel zu spielen ist. Ich bin einfach froh, dass ich jetzt wieder hier bin." Froh sind sicher auch alle "Gunners"-Fans. Inklusive Thierry Henry.



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