Kai Havertz trotz CL-Pleite mit "Riesenvorfreude" auf DFB-Team und WM
Kai Havertz trifft im Champions-League-Finale, aber Arsenal verliert. Sein Blick richtet sich nach dem Spiel auf die deutsche Nationalmannschaft. "Wir können stolz auf die Saison sein. Wir haben die Meisterschaft gewonnen, aber natürlich ist man direkt nach dem Spiel ein bisschen angeschlagen." Mit diesen Worten hat Kai Havertz beim TV-Sender Sky seine Stimmung nach dem Champions-League-Finale, das Arsenal im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain mit 3:4 verloren hatte , beschrieben. Dass er im Endspiel früh getroffen hatte, ordnete Havertz trotz des besonderen Moments nüchtern ein. Zwar sprach er von einem "Top-Gefühl", schränkte jedoch ein: "Trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel, muss ich sagen." Historische Premiere im CL-Finale: Havertz stellt deutschen Rekord auf Im Champions-League-Finale : Elfmeter-Wirbel um deutschen Schiri Siebert – zurecht? Havertz betonte, die Situation akzeptieren zu müssen. "Am Ende ist es so gekommen, wie es gekommen ist. Nächstes Jahr versuchen wir es erneut." Nach der regulären Spielzeit war Havertz entkräftet ausgewechselt worden und verfolgte das Elfmeterschießen von der Bank. "Mir fällt es immer schwer, zuzuschauen, anstatt selber da zu stehen", sagte er. Den Mitspielern Eberechi Eze und Gabriel, die beide vom Punkt vergaben, machte er keinen Vorwurf: "Aber trotzdem Respekt an jeden Einzelnen, der sich da so einen Ball nimmt. Es ist keine einfache Situation, ich weiß es selber. Deswegen kann da jeder stolz auf sich sein." Havertz mit "Riesenvorfreude" auf DFB-Team Trotz der Enttäuschung kündigte Havertz an, am Sonntag bei einer Parade in London "eine überragende Saison" feiern zu wollen. Danach geht es für ihn zur Nationalmannschaft – mit "Riesenvorfreude", wie er sagte: "Ich habe mir schon ein paar Videos auf YouTube angeguckt von den Jungs. Ich kann es kaum erwarten, zu den Jungs zu stoßen. Jetzt ein, zwei Tage nochmal Pause und dann geht es am Dienstag los." Beim vorletzten WM-Test des DFB-Teams am Sonntag (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) in Mainz gegen Finnland fehlt Havertz noch. Für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) ist der 26-Jährige fest eingeplant. Eine Nachricht von Bundestrainer Julian Nagelsmann habe er nach dem Finale noch nicht erhalten: "Noch nicht, vielleicht später."