Firmenübernahme durch Trump-Freund: US-Bundesstaaten planen wohl Klage
Ein Trump-freundliches Unternehmen plant eine milliardenschwere Fusion mit einem weiteren Medienunternehmen. Jetzt wollen offenbar mehrere US-Bundesstaaten gegen die Übernahme klagen. Mehrere US-Bundesstaaten bereiten Insidern zufolge eine Klage gegen die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros durch Paramount Skydance vor. Der Schritt werde in den kommenden Wochen erwartet, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Unter den Bundesstaaten seien Kalifornien und New York . Nach Bekanntwerden der Pläne gaben die Aktien von Warner Bros um 3,6 Prozent nach, die Papiere von Paramount verloren 6,7 Prozent. Paramount teilte mit, das Geschäft werde den Wettbewerb stärken. Trump im Weißen Haus: Alle Informationen im Newsblog Ein Vorgehen gegen die Übernahme verschaffe etablierten Anbietern wie Netflix einen ungerechtfertigten Vorteil. Das Unternehmen werde sich gegen jeden Versuch wehren, das Vorhaben zu Fall zu bringen, das Verbrauchern, Kulturschaffenden und der gesamten Branche zugutekomme. Das Büro des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta erklärte, die Untersuchung dauere an. In Hollywood stößt der Zusammenschluss der beiden Unterhaltungsriesen bei Schauspielern und Autoren aus Sorge um ihre Arbeitsplätze auf Kritik. Mit der Klage würden die Bundesstaaten den bislang weitreichendsten Schritt unternehmen, um eine Vorreiterrolle bei der Durchsetzung des US-Kartellrechts einzunehmen. Die Regierung von Präsident Donald Trump vertritt eine unternehmensfreundlichere Haltung. Analysten gehen zudem davon aus, dass Paramount bei den Bundesbehörden auch wegen politischer Verbindungen auf weniger Widerstand stoßen dürfte. Der Besitzer von Paramount Skydance, David Ellison pflegt genauso wie sein Vater Larry gute Beziehungen zu Trump. Larry Ellison ist Mitbegründer der IT-Firma Oracle.