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"Bild"-Vize Paul Ronzheimer über Medien, Krisenfrust und Verantwortung

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Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser, "meiner Meinung nach macht die Presse einen sehr schlechten Dienst. Sie untergräbt ihre eigene Glaubwürdigkeit. Ich verliere die Achtung vor solchen Reportern!" "Die Presse wie Sie ist schuld, dass diese Diskussion nicht aufhört. Sie sollten einfach mal still sein. Sie reden einfach alles kaputt." "Diese Katastrophendichterei der Rechts- und Dummpresse kotzt mich nur noch an." Nein, diese Sätze stammen nicht von mir, aber von ernst zu nehmenden Absendern. Es handelt sich um eine kleine Auswahl aus den vielen Leserstimmen, die wir täglich als Reaktionen auf den "Tagesanbruch" erhalten. Darunter sind zahllose reizende Zuschriften, nettes Lob, konstruktive Kritik, wertvolle Hinweise. Aber eben auch vehemente Verurteilungen wie in den oben stehenden Stellungnahmen. Tatsächlich gibt es sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wer oder was Ursache für die nicht zu leugnende Krisenstimmung in Deutschland ist. Sind die Herausforderungen einfach zu groß und zu zahlreich? Ist das Land in Bequemlichkeit erstarrt? Leisten die Regierenden und Abgeordneten keine gute Arbeit? Ist der Kanzler überfordert? Oder sind in Wahrheit Journalisten schuld am Dauerfrust, weil sie jedes kleine Problem aufbauschen, lieber über Personen als Sachthemen berichten und jeden Rückschlag zur Riesenkrise hochjazzen? Die deutsche Medienbranche kann man als die vielfältigste der Welt bezeichnen, doch sie hat ein wachsendes Problem: Viele Menschen misstrauen etablierten Medien, nutzen diese seltener oder wenden sich ganz von ihnen ab. In der Diskussion über die Gründe für diese Entwicklung spielt die "Bild"-Zeitung eine Rolle. Deshalb gibt es für unseren heutigen Podcast keinen besseren Gast als den bekanntesten "Bild"-Reporter, Paul Ronzheimer: Mit Christin Brauer und mir diskutiert der stellvertretende Chefredakteur über die "Kanzlertausch"-Spekulationen, über die Grenzen seriöser Berichterstattung und über journalistische Regeln, die leider nicht jeder Leser kennt. Außerdem erzählt er von seinen Anfängen als Reporter. Herausgekommen ist ein kontroverses und unterhaltsames Gespräch, das ich Ihnen heute empfehle: Hören auf: Spotify | Apple || Transkript lesen Ich wünsche Ihnen ein erkenntnisreiches Wochenende. Der nächste "Tagesanbruch" kommt am Montag von unserer Textchefin Heike Vowinkel. Herzliche Grüße Ihr Florian Harms Chefredakteur t-online



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