WM 2026: Kai Havertz reagiert auf Trinkpausen-Regel der Fifa
Nach den ersten WM-Partien steht eine neue Regel der Fifa im Fokus. Nun gibt ein deutscher Nationalspieler seine Meinung dazu preis. Aus Houston berichtet William Laing Beim deutschen Traumstart in die Weltmeisterschaft war Kai Havertz einer der entscheidenden Akteure auf dem Rasen. Der Stürmer vom FC Arsenal hatte beim furiosen 7:1 über Turnierdebütant Curaçao am Sonntag zwar nicht viele Szenen, erzielte aber dennoch zwei Treffer. Kurz vor der Pause traf Havertz per Elfmeter zum vorentscheidenden 3:1. Wenige Minuten vor Schluss besorgte er per Lupfer den Endstand. Der Doppelpack bescherte ihm im Anschluss die Auszeichnung zum Spieler des Spiels. Als dieser stand der 27-Jährige nach Nathaniel Brown und Manuel Neuer den Journalisten in den Katakomben des Houston-Stadiums Rede und Antwort. Gefragt wurde er dabei auch zu einer neuen Fifa-Regel: die festgelegten Trinkpausen. Die vor Ort "Hydration Break" genannten Unterbrechungen finden bei jedem Spiel jeweils Mitte der ersten und zweiten Halbzeit statt – unabhängig der Wetterbedingungen. Ein Umstand, den Havertz nicht ganz nachvollziehen kann. "Die Trinkpause heute war nicht so notwendig", sagte der DFB-Angreifer. "Weil generell das Stadion schon relativ kühl war." In Houston herrschten zum Zeitpunkt der Partie zwar Temperaturen um die 30 Grad Celsius, die Arena war jedoch auf knapp 22 Grad Celsius heruntergekühlt worden. DFB-Team nutzte Trinkpause für taktische Anpassungen Grundsätzlich befürwortete Havertz die Einführung der verpflichtenden Trinkpausen jedoch. "Ich glaube, in manchen Stadien ist es dann auch schon sehr, sehr heiß", betonte der 59-fache Nationalspieler. "Deswegen benötigt man da auch als Spieler noch einmal vielleicht diese ein, zwei Minuten, um noch einmal was zu trinken." Taktisch half die Unterbrechung der DFB-Elf ebenfalls. Kurz vor der ersten Trinkpause hatte Deutschland gerade das 1:1 kassiert und geriet für eine kurze Zeit in die Bredouille. Bundestrainer Julian Nagelsmann konnte in dieser für die Mannschaft schwierigen Phase jedoch noch einmal einige Anpassungen vornehmen. "Die haben dann, glaube ich, auch direkt danach gewirkt", befand Havertz. Tatsächlich spielte sich Deutschland in der Folge in einen Rausch und ließ Curaçao nicht mehr den Hauch einer Chance. "Finde es immer super": Havertz lobt musikalische Einlage Was Havertz hinsichtlich der Trinkpause ebenfalls positiv bewertete: die Unterhaltung vor Ort. An den TV-Bildschirmen bekamen die Zuschauer zwar nur Werbung zu sehen, im Stadion wurde die Unterbrechung jedoch musikalisch untermalt. Eine mexikanische Band gab in traditionellen Outfits inklusive Sombreros und mit Trompeten, Geigen und Gitarren eine kleine Einlage. "Ich habe nach oben auf den Bildschirm geschaut, da habe ich die Band dann gesehen", sagte Havertz und fand lobende Worte für die Darbietung. "Generell finde ich es immer super, weil die Fans natürlich auch ins Stadion kommen, um so ein bisschen unterhalten zu werden. Dann auch in so einer Trinkpause unterhalten zu werden ist generell top. Deswegen habe ich da auch nichts gegen." Insbesondere die US-amerikanischen Fans dürften Havertz zustimmen. In den Vereinigten Staaten ist die Unterhaltung bei Sportevents weitverbreitet. So avanciert etwa die Halbzeitshow beim Super Bowl , dem Endspiel der nordamerikanischen American-Football-Profiliga NFL , Jahr für Jahr zu einem Spektakel der Popkultur.