Elfenbeinküste vs. Deutschland: Elye Wahi darf nicht in Kanada spielen | WM
Kuriosum um Frankfurt-Profi Elye Wahi: Weil gegen ihn ein Ermittlungsverfahren läuft, darf er zwar in den USA spielen, nicht aber in Kanada. Davon profitiert die DFB-Elf. Die Elfenbeinküste muss im WM-Gruppenspiel gegen Deutschland auf Elye Wahi verzichten. Dem Stürmer wurde nach Angaben des Verbandes die Einreise nach Kanada verweigert. Der 23-Jährige, der beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht und an OGC Nizza ausgeliehen ist, wird damit die Partie am Samstag in Toronto (22 Uhr im t-online-Liveticker) verpassen. WM 2026: Lukas Podolski kritisiert Julian Nagelsmann wegen Saïd El Mala Mit Ronaldo, Messi und Neuer: Das ist die älteste Startelf der WM Hintergrund sind laufende Ermittlungen in Frankreich. Laut "The Athletic" wird gegen Wahi "wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche" ermittelt. Dabei geht es um Auffälligkeiten rund um das Ligue-1-Spiel zwischen Nizza und dem FC Metz (0:0) am 17. Mai. Nach den Vorwürfen soll sich Wahi in der Partie absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt haben. Der französische Ligaverband LFP habe auffälliges Wettverhalten im Zusammenhang mit einer Verwarnung des Angreifers festgestellt. Zudem soll Wahi rund zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft vorübergehend festgenommen worden sein. Wahi: In den USA darf er spielen, in Kanada nicht Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte die vorübergehende Festnahme eines 23 Jahre alten Fußballers, "der in der französischen Ligue 1 spielt". Einen Namen nannte er nicht. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden. Eine Anklage gibt es bislang nicht. Darauf verweist auch der ivorische Fußball-Verband FIF. "In dieser besonders heiklen Zeit unterstützt die FIF den Spieler und sichert ihm Vertrauen zu", teilte der Verband am Donnerstag mit. "Elye Wahi bleibt ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste." Die für die Einreise notwendigen Genehmigungen hätten bislang jedoch nicht erteilt werden können. Wahi werde deshalb in den USA bleiben, bis die Mannschaft von der Weltmeisterschaft zurückkehrt. Beim 1:0-Auftaktsieg gegen Ecuador hatte Wahi noch in der Startelf gestanden. Das dritte Gruppenspiel gegen Curaçao bestreitet die Elfenbeinküste wie bereits die Partie gegen Ecuador in Philadelphia.