Laura Fernández war auf einem Termin in einer Bergregion von Costa Rica. Sie fühlte sich "wie in einem Film", sagte sie. Costa Ricas Präsidentin Laura Fernández ist nach einer Explosion in einem für illegalen Bergbau bekannten Gebiet in Sicherheit gebracht worden. Die Staatschefin war am Freitag laut Fernsehberichten in dem Dorf Crucitas in der Bergregion nahe der Grenze zu Nicaragua unterwegs, als eine Detonation zu hören war. Die Präsidentin war mit einer Schutzweste unterwegs. Als es einen Knall gab, schrie sie kurz auf. Video-Aufnahmen des Vorfalls zeigten, wie bewaffnete Leibwächter Fernández zu Boden rissen und in ein Fahrzeug brachten. "Es fühlte sich an wie in einem Film", sagte Fernández anschließend vor Journalisten. "Sie packen Dich an den Haaren, werfen Dich zu Boden und bringen Dich in ein Auto", fügte sie hinzu. Sie sei, wie in solchen Situationen vorgesehen, anschließend untersucht worden, aber es gehe ihr gut. Die Ursache der Detonation blieb zunächst unklar. Journalisten gegenüber sagte die rechtsgerichtete Politikerin später, der Vorfall zeige die Gefahr in der Region, in der kriminelle Banden nach Gold schürfen und die Umwelt verschmutzen. Im Juni teilte die Regierung des zentralamerikanischen Landes mit, dass sie Informationen erhalten habe, wonach in einem Gefängnis ein Plan ausgeheckt worden sei, die Präsidentin zu ermorden. Die 39 Jahre alte Fernández war im Mai als Nachfolgerin ihres politischen Mentors Rodrigo Chaves ins Amt gekommen. Mit dem Versprechen, hart gegen das Verbrechen vorzugehen, hatte sie die Wahl im Februar mit klarer Mehrheit gewonnen. Costa Rica galt lange als eines der sichersten Länder der Region, die Gewaltkriminalität in dem 5,2-Millionen-Einwohner-Land hatte zuletzt aber deutlich zugenommen.