Tausende feiern in Rom 80 Jahre Vespa
Sie wurde unter anderem durch Filme wie „Ein Herz und eine Krone“ mit Audrey Hepburn und Gregory Peck oder „Dolce Vita“ von Federico Fellini berühmt und ist auf der ganzen Welt Inbegriff des italienischen Lebensgefühls: Rom hat am Wochenende den 80. Geburtstag der legendären Vespa gefeiert. Tausende der italienischen Kult-Motorroller in unterschiedlichsten Farben knatterten am Samstag durch die Straßen von Italiens Hauptstadt.
Manche Fahrer und Fahrerinnen trotzten in Bikerjacke der römischen Hitze. Andere saßen in T-Shirts, ob allein oder zu zweit, auf dem Sattel. Laut den Organisatoren nahmen rund 25.000 der Kult-Fahrzeuge an der Parade teil.
„Wir haben unsere Vespa aus den USA mitgebracht. Wir sind durch Deutschland und dann über Wien gefahren“, berichtete der aus Texas kommende Vespa-Fan David Baamonde AFP-TV. Zwei Wochen lang sei er mit seiner Vespa von Österreich nach Rom gefahren.
„Für mich ist die Vespa eine Lebenskunst“, sagte der Italiener Andrea Musco. Sie stehe für ihn für Unbeschwertheit, es gehe darum, den Augenblick zu genießen und Landschaften entdecken.
„Die Geschichte der Vespa, die buchstäblich die Entstehung und den Aufschwung Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg begleitet hat, ist gewissermaßen ein ikonisches Symbol unserer Geschichte und unserer Kultur“, hatte Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri betont. Es sei „das Symbol eines Italien, das aus dem Krieg hervorgeht und wieder auf die Beine kommt“. Er sei „stolz“ darauf, dass der Hersteller Piaggio beschlossen habe, das Jubiläum in Rom zu veranstalten.
Vespa ist Italienisch und bedeutet „Wespe“. Der Name geht auf das Motorengeräusch des Prototyps zurück. Die Fans des ikonischen Zweirads werden Vespisti genannt. Das erste Patent für die Produktion der Vespa wurde am 23. April 1946 angemeldet. Seitdem wird sie insbesondere am Standort Pontedera in der Toskana produziert.
