Добавить новость
ru24.net
World News in German
Июль
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

Marc Kosicke: Der starke Mann hinter Jürgen Klopp | DFB-Team

0
Marc Kosicke berät Jürgen Klopp seit zwei Jahrzehnten. Die beiden verbindet nicht nur ein dienstliches Verhältnis. Und Kosicke ist weit mehr als ein klassischer Berater. Die Anstellung von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge nur noch eine Frage der Zeit. In New York klärt er mit der DFB-Spitze sowie mit seinem aktuellen Arbeitgeber Red Bull die Details des Wechsels. An seiner Seite steht dabei der Mann, der Klopp schon praktisch über dessen komplette Trainerkarriere hinweg – auf dem Weg zu einem der weltweit erfolgreichsten Coaches sowie hin zu einem der bekanntesten Werbegesichter Deutschlands – begleitet hat: Berater Marc Kosicke. Seit 2005 kennen sich die beiden persönlich. Kosicke, der damals die Marketingsparte des Sportartikelherstellers Nike im Bereich Fußball geleitet hat, berichtete im Podcast "Tomorrow" von den ersten Kontakten. Klopp sei es gewesen, der sich als Markenbotschafter angeboten hat. "Es war nie mein Plan, ihn als Klienten zu gewinnen", erinnerte sich Kosicke. Es entwickelte sich trotzdem eine Zusammenarbeit – und viel mehr noch: eine Freundschaft. Ein inniges Verhältnis, beidseitig geprägt von großem Vertrauen und enormer Wertschätzung. Neuer DFB-Coach: Entscheidung um Ablöse für Jürgen Klopp wohl gefallen So war es für Klopp selbstverständlich, sich von Kosicke persönlich beraten zu lassen, als sich dieser 2007 selbstständig machte. Projekt B nannte er seine Berateragentur, neben Klopp gehörten auch Oliver Bierhoff und Jens Lehmann zu den ersten drei Klienten. Knapp 20 Jahre später heißt die Agentur Projectfive, vertritt laut eigenen Angaben 33 Trainer, 18 Fußballer und Fußballerinnen sowie weitere Persönlichkeiten wie Handballnationalspieler Juri Knorr , Zehnkämpfer Niklas Kaul oder ZDF-Moderator Sven Voss. "Wir sehen uns eher als Boutique, denn als großer Discounter", erklärte Kosicke den Ansatz seiner Agentur. "Wir haben für uns eine Wertebibel: Würden wir mit denen in einen Urlaub fahren oder ein Bierchen trinken? Wenn man das mit Nein beantwortet, braucht man es nicht machen, weil der Job so persönlich ist." Bei Klopp fiel das Urteil schnell anders aus, der angehende Bundestrainer ist heute das Aushängeschild der Agentur. "Der Jürgen ist ganz oben. Der Jürgen ist mein Freund. Er ist der Klient, mit dem ich meinen Weg gegangen bin", betonte Kosicke. Mit Klopp verbinden ihn viele Gemeinsamkeiten: "Wir sind uns ähnlich in der Führung, sind ungefähr in einem Alter und einmal geschieden." Die Verbindung zu dem Coach sei "einzigartig", führte der Berater aus. "Das werde ich mit keinem anderen aufbauen können – auch nicht wollen." Mit Julian Nagelsmann etwa war es nicht möglich. Der Ex-Bundestrainer war zu Beginn seiner Trainerkarriere ein Klient Kosickes, wechselte 2021 aber zu Volker Struth in dessen Agentur Sports 360. "Als Julian gewachsen ist und Champions-League-Trainer wurde, hätte er sich gewünscht, dass ich ihn gleich behandle", berichtete sein einstiger Weggefährte. "Das konnte ich aber nicht. Er hat sich das woanders geholt." Kosicke trat rund um das DFB-Team eine große Debatte los Auch ohne Nagelsmann, der 2023 beim DFB unterschrieben hat, besitzt Kosicke eine Vorgeschichte mit dem Verband. Nach der WM 2006 entflammte eine hitzige Debatte um das Schuhwerk der deutschen Nationalspieler. Diese mussten seinerzeit in Adidas-Schuhen für das DFB-Team auflaufen, auch wenn sie persönliche Verträge mit einem anderen Ausstatter hatten. Eine Nike-Kampagne führte zunächst zu einer großen Debatte und schließlich zur Abkehr von der jahrelangen Regel. Dahinter steckte Kosicke. "Ich hatte meinen größten Erfolg in der Auflösung der Schuhpflicht in der Nationalmannschaft. Ich habe vier Jahre darauf hingearbeitet, dass die Nike-Spieler in Nike spielen durften", erinnerte er sich. "Bei Nike war es die größte Aufgabe in Deutschland, das hinzubekommen." Mit dem Erreichen dieses großen Ziels reifte bei Kosicke, der vor seiner Tätigkeit bei Nike auch schon für Adidas gearbeitet hatte, die Erkenntnis, etwas anderes machen zu wollen. "Ich wollte es ausprobieren, keinen Chef zu haben", erklärte er seinen Schritt in die Selbstständigkeit. "Ich bin ein Freigeist, der gerne seine eigenen Entscheidungen trifft." Kosicke verlieh dem FC Bayern seinen weltbekannten Claim Eine weitreichende sollte nur ein Jahr nach der Gründung seiner Agentur folgen. Im Flugzeug traf er zufällig auf Uli Hoeneß , der sich über die mangelnde Identifikation vor allem neuer Bayern-Spieler mit dem Klub beschwerte. Kosicke bat den Bayern-Macher, seinen Verein in einem Satz zu beschreiben. Hoeneß war dies nicht möglich – er beauftragte Kosicke daher mit der Erarbeitung einer Markenstrategie mitsamt eines Wertekatalogs. Aus der vierwöchigen Arbeit an der FCB-Geschäftsstelle hat vor allem der konzipierte Claim in der Öffentlichkeit verfangen: Mia san Mia. "Es war schon da, ich habe es aufgeweckt", ordnete Kosicke bescheiden ein. Er selbst ist als Fan von Werder Bremen aufgewachsen, ärgerte sich nach eigener Wahrnehmung als Kind über die "Mia-san-Mia-Mentalität" der Bayern in Duellen mit Werder. Der Claim lag für ihn daher auf der Hand. Markenrechte sicherte er sich trotz der Erarbeitung nicht, "aber es ist ein ideeller Wert, das bleibt". Der FC Bayern ist nicht der einzige Klub, bei dem Kosicke über die Rolle als reiner Trainerberater hinaus gewirkt hat. Investor Lars Windhorst wollte ihn 2020 bei Hertha BSC in den Aufsichtsrat holen, ruderte nach einigen Monaten aber zurück. Aus der DFL habe es Hinweise gegeben, "dass es hier möglicherweise Interessenkonflikte mit Kosickes Berater-Tätigkeit geben könnte. Dem wollen wir einfach vorbeugen", erklärte Windhorst der "Bild" den Sinneswandel. Indirekt nahm der Berater dennoch Einfluss: "Marc Kosicke ist unser wesentlicher Berater für das Fußball- und Sportbusiness. Diese Rolle kann er freier wahrnehmen, wenn er keinen offiziellen Posten bei Hertha hat." 2028 könnte für Kosicke Schluss sein Windhorst gilt mit seinem Investment bei Hertha als gescheitert: Er zerstritt sich mit der Klubführung und verkaufte seine Anteile mit gewaltigem Verlust. Kosicke sieht in der Einbindung von Investoren dennoch den richtigen Weg. "Ich bin ein totaler Befürworter von Investoren im Fußball, wenn man sie richtig aussucht. Diese Chance hat jeder Verein." Red Bull sei ein gutes Beispiel, habe "die Region Leipzig wachgeküsst". Bezüglich seiner eigenen Zukunft hat der 55-Jährige klare Vorstellungen. "In dem Geschäft werde ich keine zehn Jahre mehr arbeiten", kündigte er im Dezember 2023 an. Olympia 2028 möchte er als Highlight noch erleben, mit spätestens 60 Jahren soll in der zeit- und kraftaufwendigen Rolle, die er momentan ausfüllt, aber Schluss sein. Dann will Kosicke in seiner eigenen Agentur nur noch Gesellschafter und Mentor sein. Sein eigener Zeitplan könnte sich mit dem von Klopp decken. "Ich glaube, dass Jürgen keine zehn Jahre mehr Trainer ist", mutmaßte der Berater 2023. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der Coach beim DFB bis 2030 unterschreiben – er läge trotz seines zwischenzeitlichen Ausscheidens aus der Trainerbranche also noch im Plan. Wobei sich Klopp laut seines langjährigen Begleiters kaum auf eine endgültige Zukunftsentscheidung einlassen dürfte: "Er ist strategisch, wenn es um einen Plan für seine Mannschaft geht. Für sich und sein Leben ist er aber nicht strategisch."



Moscow.media
Частные объявления сегодня





Rss.plus
















Музыкальные новости




























Спорт в России и мире

Новости спорта


Новости тенниса