Lange Staus zwischen Kölner Dom und Hauptbahnhof verärgern Autofahrer. Nun fordern CDU, FDP und KSG eine schnelle Lösung. Die Verkehrsprobleme auf der Kölner Trankgasse werden erneut Thema im Hauptausschuss. Aufgrund der teils langen Staus im Bereich zwischen Kölner Dom und Hauptbahnhof – vor allem nach Veranstaltungen – fordern die Fraktionen von CDU und FDP/KSG eine sofortige Öffnung für den Autoverkehr. Der Antrag soll in der kommenden Sitzung am 10. August behandelt werden. Seit 2023 ist die Trankgasse im Rahmen eines Verkehrsversuchs zur Fahrradstraße umgewandelt worden : Der Autoverkehr kann seitdem nicht mehr direkt von der Trankgasse in Richtung nördliche Altstadt und vor allem in Richtung Nord-Süd-Fahrt fließen. Durch die zusätzliche Teilsperrung des Gullivertunnels in Richtung Rheinuferstraße kommt es vor allem nach größeren Veranstaltungen, beispielsweise in der Philharmonie, zu langen Staus. Trankgasse: CDU, FDP und KSG fordern Öffnung nach langen Staus Die Stadtverwaltung hatte erst vor einigen Wochen versprochen, die Verkehrsführung zu ändern und so die Staulage zu entzerren. Bisher zeigen die Maßnahmen allerdings wenig Erfolg. Marode A4-Brücke: Hunderte Lkw ignorieren Fahrverbot am Kölner Eifeltor Umleitung über Zoobrücke: Mülheimer Brücke wird wegen Bauarbeiten gesperrt Schäden bei den SWB: KVB-Stadtbahnen bleiben weiter in Bonn – Einschränkungen in Köln Bernd Petelkau, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, findet deutlich Worte: "Das Verkehrschaos rund um den Dom ist das Ergebnis einer verfehlten Planung des Mobilitätsdezernats. Die neue Linksabbiegespur hat rein gar nichts entlastet. Im Gegenteil: Sie leitet noch mehr Autos mitten in den ohnehin überlasteten Bereich." Auch bei der FDP/KSG-Fraktion sieht man die Folgen der derzeitigen Sperrungen: "Rund um den Hauptbahnhof herrscht seit Monaten ein Verkehrschaos, das die Stadt sehenden Auges hinnimmt. Statt den Verkehr endlich wieder vernünftig abfließen zu lassen, werden immer neue Provisorien geschaffen, die das Problem nicht lösen", erklärt Ralph Sterck, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion. Gesperrter Tunnel verursacht Verkehrschaos am Kölner Dom Die zusätzliche Sperrung des Gullivertunnels führt derzeit dazu, dass Autofahrer nicht mehr in Richtung Norden auf die Rheinuferstraße auffahren können. In bleiben ab der Trankgasse nur zwei Optionen: Entweder fahren sie bis zur Severinsbrücke und wenden dort oder sie überqueren die Deutzer Brücke und fahren dann zurück ins Linksrheinische. Der Antrag fordert neben einer vollständigen Öffnung der Trankgasse für Radfahrer auch ein Ende der Sperrung im Gullivertunnel. Die Stadt Köln soll eine Lösung präsentieren, wie die derzeit gesperrte Ausfahrt bis zur vollständigen Sanierung geöffnet werden kann. Eine Mehrheit im Kölner Stadtrat scheint derzeit unwahrscheinlich. FDP, KSG und CDU haben nicht die erforderlichen Sitze, um den Antrag bei einem positiven Beschluss im Hauptausschuss, auch im Stadtrat zu beschließen. Möglich ist allerdings, dass durch Änderungsanträge möglicherweise noch weitere Parteien zustimmen könnten.