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Sicher reisen: So wird man kein Opfer von Diebstahl im Zug

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So schützt man sich vor Taschendieben in Bus und Bahn. Und das ist zu tun, wenn man doch Opfer wird.

Der Fensterplatz ist gefunden und draußen zieht die Landschaft vorbei. Für viele beginnt der Urlaub oder Wochenendtrip genau in diesem Moment. Doch während Reisende entspannen, haben Taschen- oder Gepäckdiebe es vielleicht schon auf ihr nächstes Opfer abgesehen.

Wenn man mit dem Zug unterwegs ist, ist besonders auf stark frequentierten Bahnstrecken, an Bahnhöfen und in vollen Zügen Vorsicht geboten. Mit einigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls aber reduzieren.

Mit einfachen Maßnahmen das Risiko senken

Einer der wichtigsten Ratschläge lautet wohl: Wertsachen sollten möglichst immer am Körper getragen werden. Smartphone, Geldbörse oder Reisepass gehören nicht auf den Nebensitz oder in den unbeaufsichtigten Rucksack. Wer seinen Platz verlässt - etwa für den Gang zur Toilette - sollte wichtige Gegenstände grundsätzlich mitnehmen.

Größere Koffer lassen sich oft nicht direkt am Sitzplatz verstauen. Daher kann es ratsam sein, einen Platz zu wählen, von dem aus die Gepäckablage gut sichtbar ist. Eine Alternative dazu kann ein Platz sein, an dem das Gepäck direkt über dem eigenen Sitz oder unter dem Vordersitz verstaut werden kann.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch beim Ein- und Aussteigen gefragt. Am Bahnsteig oder kurz vor dem Halt nutzen Täter häufig das Gedränge. Der Geldbeutel ist in einer verschließbaren Innentasche im Regelfall sicherer aufgehoben als etwa in der hinteren Hosentasche, wenn diese nicht auch verschlossen werden kann.

Typische Maschen und Tricks

Die Bundespolizei warnt davor, dass Diebe häufig in Teams operieren. Eine Person lenkt das Opfer ab, während eine zweite beispielsweise unbemerkt Handy oder Geldbörse entwendet. Hier einige Maschen und Tricks, die laut Bundespolizei häufiger zum Einsatz kommen.

Taschendiebe konzentrieren sich demnach am Bahnhof gerne auf Reisende mit Gepäck. Ein Täter gibt sich als hilfsbereit aus und bietet etwa an, mit dem Koffer oder der Tasche zu helfen. Daraufhin eilt die Person in den Zug oder provoziert eine Art Stau beim Einstieg, um das Opfer abzulenken und einer zweiten Person so die Möglichkeit zu geben, beispielsweise Wertgegenstände aus Hand- oder Umhängetaschen zu entwenden.

Gerne wird von Tätern auch gedrängelt und angerempelt. Eine Person bleibt beispielsweise plötzlich stehen, sodass das ausgewählte Opfer aufläuft. Während man abgelenkt ist, versucht eine andere Person hinter einem beispielsweise Gegenstände aus dem Rucksack zu stehlen. Ähnlich kann dies zum Beispiel auch an Rolltreppen passieren. Der vordere Täter provoziert am Ende der Rolltreppe erneut einen Stau, sodass das Opfer auch hier in die Zange genommen werden kann und ein Mittäter von hinten die Ablenkung ausnutzt, um Handy und Co. aus Handtasche oder Rucksack zu entwenden.

Eine weitere Masche kann sein, das Opfer angeblich versehentlich zu beschmutzen. Wer etwa gerade am Bankautomaten war, sollte besonders vorsichtig sein, wenn plötzlich Eis, Ketchup oder dergleichen auf einem landet. So kann es vorkommen, dass Täter vorgeben, die Sauerei reinigen zu wollen. Bei der Ablenkung, die dabei entsteht, verschwinden auch hier Geld und Smartphone.

Auf ihrer Webseite stellt die Bundespolizei noch weitere Maschen vor.

Was tun, wenn trotzdem etwas gestohlen wird?

Wird ein Diebstahl während der Tat bemerkt, sollten Opfer laut Bundespolizei sofort andere Menschen in der Umgebung aufmerksam machen, beispielsweise durch lautes Rufen. Sie sollten zudem auf den Täter zeigen. In jedem Fall sollte sofort die Bundespolizei verständigt werden. Opfer sollten sich möglichst Merkmale einprägen, die dazu beitragen könnten, einen geflüchteten Täter zu fassen.

Ist der Diebstahl erst im Nachhinein bemerkt worden, gilt es zunächst, Ruhe zu bewahren. Welche Gegenstände fehlen? Lässt sich beispielsweise ein Smartphone orten? Während eines Diebstahls im fahrenden Zug können sich Reisende an das Zugpersonal wenden. Dieses kann etwa eine Lautsprecherdurchsage vornehmen, um möglicherweise mitreisende Polizeibeamte aufmerksam zu machen oder die Bundespolizei zu verständigen. Eine Möglichkeit ist, daraufhin mit dem oder der Beamten oder dem Begleitpersonal durch den Zug zu gehen und nach dem Täter Ausschau zu halten. „Bei einem Ausstieg des Täters an einer Haltestelle können bei entsprechenden Hinweisen weitere Maßnahmen zu seiner Ergreifung getroffen werden“, erklärt die Bundespolizei.

Gestohlene Bank-, Kredit- und SIM-Karten sollten umgehend gesperrt werden. In Deutschland lässt sich das am schnellsten über den Sperrnotruf 116 116 rund um die Uhr bewerkstelligen. Aus dem Ausland ist der Sperrnotruf ebenfalls erreichbar, dann unter +49 116 116 oder +49 30 4050 4050. Viele Anbieter haben sich dem System angeschlossen. Ist beispielsweise die eigene Bank nicht dabei, muss die Sperrung über die jeweilige individuelle Service- oder Notrufnummer erfolgen.




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