Landgericht Hamburg: Prozess wegen Drogenschmuggels begonnen
Vor dem Landgericht Hamburg hat ein Prozess um mutmaßlichen Drogenschmuggel in großem Stil begonnen. Der Anklagte soll den Import und Vertrieb von 2,4 Tonnen Kokain organisiert haben.
Ein 30 Jahre alter Mann steht wegen Drogenschmuggels in großem Umfang vor dem Landgericht Hamburg. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit weiteren Beteiligten zwischen Januar 2024 und September 2025 den Import und Vertrieb von insgesamt 2,4 Tonnen Kokain organisiert zu haben.
Ranghohes Mitglied einer Gruppierung
Laut Anklage soll er als ranghohes Mitglied der Gruppierung für die Koordination, Buchführung und Steuerung der Geschäfte verantwortlich gewesen sein. Die einzelnen Taten betreffen Kokainmengen im hohen zwei- bis dreistelligen Kilogrammbereich.
Das Kokain stammte der Anklage zufolge etwa aus Spanien und den Niederlanden und sei im beinahe gesamten Bundesgebiet sowie in Tschechien und Dänemark weiterverkauft worden. In einem Fall soll die Gruppierung 615 Kilogramm Kokain umgesetzt und allein damit einen Umsatz von rund 17 Millionen Euro erzielt haben.
Verlesen der Anklage dauert fast zwei Stunden
Zum Prozessauftakt verlas die Staatsanwaltschaft lediglich die Anklage. Die war so umfangreich und betraf so viele Einzelfälle, dass die Anklagevertreter sich beim Vortragen mehrfach abwechselten und annähernd zwei Stunden brauchten. Danach vertagte sich das Gericht auf den 31. August.
Insgesamt hat die Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Stefan Bornmann für den Prozess 13 Verhandlungstage eingeplant. Ein Urteil soll voraussichtlich am 17. November fallen.
