t-online wollte von seinen Lesern wissen, was sie von der Reit-WM halten. Eine Meinung überwiegt am Ende – viele sehen es aber auch anders. Die Reit-WM in Aachen ist in vollem Gange: Seit Dienstag bis zum 23. August treten 650 Athleten und Athletinnen aus 35 Ländern an. 800 Pferde kommen in den sechs Disziplinen der FEI World Championships zum Einsatz. Nach dem "Tschio" im Mai das zweite große Pferdesportturnier in Aachen in diesem Jahr. Gerade in Aachen hat der Pferdesport mit dem alljährlichen CHIO große Tradition. Nach 2006 ist jetzt zum zweiten Mal in der Geschichte auch die Reit-WM in der Soers zu Gast. Historischer Triumph : Isabell Werth sichert Deutschland Gold bei der Reit-WM in Aachen Der Pferdesport sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt: Tierschützer bemängeln seit Jahren, dass Pferde die Wettbewerbe nicht freiwillig und unter großer Verletzungsgefahr absolvieren würden. Organisationen wie Peta berichteten zudem von mehreren Vorfällen, bei denen Reiter und Reiterinnen ihre Pferde misshandelt hätten . Umfrage zur Reit-WM: Ist das noch zeitgemäß? In einer nicht repräsentativen Umfrage wollte t-online wissen, ob eine Reit-WM noch zeitgemäß ist. Von 971 Lesern stimmten 552 dafür – schließlich habe der Reitsport eine große Tradition und begeistere immer noch zahlreiche Zuschauer, gerade in Aachen. 419 Leser stimmten dagegen. Pferde sollten im Jahr 2026 nicht mehr der sportlichen Unterhaltung dienen, heißt es zur Begründung. Die Diskussionen um das Wohl der Pferde gehen indes weiter. In Anbetracht der Hitzewelle in Aachen mit angekündigten Temperaturen von bis zu 35 Grad haben mehrere Tierschutzorganisationen gefordert, die Wettbewerbe zu pausieren. Der Veranstalter, der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), sowie das Veterinäramt der Städteregion bekräftigten dagegen, dass man einige Hitzemaßnahmen für die Pferde treffe.