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Spende an die AfD: CDU-Bürgermeister Bernd Prange droht Ausschluss

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Die Spende eines CDU-Politikers an die AfD stößt auf harsche Kritik aus der Partei. Ein Ausschluss wird bereits geprüft. Der CDU-Kommunalpolitiker Bernd Prange aus Sachsen-Anhalt hat der AfD insgesamt 10.000 Euro gespendet und wollte nach eigenen Angaben damit auf Fehler der CDU aufmerksam machen. Doch die Aktion und ein Brief, in dem er seine Spende begründete , kommen bei den Christdemokraten nicht gut an. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze gab sich noch diplomatisch: "Finde ich nicht gut." Er könne aber nicht das Richtige vorschreiben, sagte er im "Politico"-Podcast "Berlin Playbook". "Ich finde die Ansätze, die er hat, falsch. Definitiv." Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte Prange, Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, in einem offenen Brief erklärt, er wünsche sich ein so starkes Ergebnis der AfD, dass diese allein regieren könne. Dadurch solle die CDU "endlich aufwachen", die Brandmauer zur AfD aufgeben und sich gegen ihren aus seiner Sicht eingeschlagenen "Linkskurs" wenden. Zugleich verlangte der 59-Jährige die Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der für eine Führung stehe, "die den konservativen Kern der Union preisgibt". Wagenknecht "verzweifelt": Heftige Kritik aus der eigenen Partei Sachsen-Anhalt und MV: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung ab Provozierte Prange einen Rauswurf? Der sachsen-anhaltische CDU-Generalsekretär Mario Karschunke kritisierte Prange scharf und drohte mit einem Parteiausschlussverfahren. "Wir nehmen die Berichterstattung um eine mögliche Spende eines CDU-Mitglieds aus dem CDU-Kreisverband Stendal sehr ernst", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Sollte sich der Vorgang bewahrheiten, stelle das einen sehr schwerwiegenden parteirechtlichen Vorgang dar. Man werde die Spende im Kreisvorstand, dem im Rahmen eines möglichen Parteiausschlussverfahrens zuständigen Gremium, thematisieren. Laut dem Nachrichtenmagazin "Focus" will der CDU-Politiker diesen Schritt provozieren. "Ich will, dass sie mich rausschmeißen", wird Prange zitiert. "Die CDU ist nicht mehr meine Heimat und Zukunft." Ein anderer CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt wird noch deutlicher. Ulrich Thomas, der selbst 2019 eine Debatte über die Öffnung der CDU zur AfD begonnen hatte, sagte der "Bild"-Zeitung: "Früher, bei der Armee, hätte man jemanden wie ihn als Kameradenschwein bezeichnet". Pranges Aktion kurz vor der Landtagswahl sei "einfach nur niederträchtig". Thomas: Wahl Siegmunds mit CDU-Hilfe "totaler Quatsch" Dass der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund mit Stimmen der CDU gewählt wird, hält er für "totalen Quatsch". Auch Fraktionskollege Lars Jörn Zimmer bestreitet, dass in der CDU über eine Unterstützung Siegmunds nachgedacht werde. Der CDU-Landespolitiker Alexander Räuscher, der die Brandmauer kritisiert hat, meinte, Prange habe die Spende so platziert, "dass er uns damit den größtmöglichen Schaden zufügt. Vielleicht hat er dafür ja persönliche Motive." Auch aus der SPD kommt Kritik am Verhalten des Bürgermeisters. SPD-Chef Lars Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei der CDU. "Ich würde als Parteivorsitzender solche Dinge in meiner Partei sehr ernst nehmen, und das muss geklärt werden", sagte Klingbeil. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese forderte Konsequenzen. "Wenn ein CDU-Amtsträger 10.000 Euro an die AfD spendet und die Aufgabe der Brandmauer fordert, dann ist das kein unbedeutender lokaler Zwischenfall", sagte Wiese der "Rheinischen Post".



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