Polestar 4 SUV: Neues Modell erhält Heckscheibe
Polestar macht aus seinem viertürigen Coupé ein praktischeres SUV. Neben einer echten Heckscheibe gibt es deutlich mehr Kofferraum. Eine Heckscheibe gehört bei einem Auto normalerweise kaum zu den Dingen, die eigens erwähnt werden müssen. Beim Polestar 4 ist das anders: Das bislang angebotene Coupé verzichtet darauf. Eine Kamera überträgt stattdessen das Bild hinter dem Auto auf einen digitalen Innenspiegel. Nun kommt eine zusätzliche SUV-Version – und die hat am Heck ein klassisches Fenster. Bis zur A-Säule entspricht der SUV weitgehend dem bekannten Polestar 4. Dahinter verläuft das Dach gerader, die Heckklappe steht aufrechter. Eine Dachreling gehört ebenfalls dazu, die während der Fahrt mit bis zu 100 Kilogramm belastet werden darf. Polestar musste nach eigenen Angaben lediglich 48 Bauteile speziell für die neue Karosserievariante entwickeln. An den grundlegenden Abmessungen und der Konstruktion des Polestar 4 ändert sich deshalb wenig. Mehr Platz hinter den Rücksitzen Die neue Dach- und Heckform schafft vor allem zusätzlichen Stauraum. Hinter den Rücksitzen fasst der Kofferraum 530 Liter bis zur Oberkante der Lehnen. Bei Beladung bis unters Dach sind es 655 Liter. Wer die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank umlegt, kann bis zu 1.680 Liter nutzen. Auch die Passagiere auf der Rückbank erhalten 2,5 Zentimeter mehr Kopffreiheit. Ein größeres Panoramaglasdach gehört zur Serienausstattung. Optional bietet Polestar eine elektrochrome Variante an. Dabei lässt sich die Lichtdurchlässigkeit über das Zentraldisplay verändern. So können auch einzelne Bereiche des Dachs abgedunkelt werden. Die Heckscheibe bedeutet zugleich, dass Polestar beim SUV wieder einen konventionellen Innenspiegel einbaut. Wer das Kamerasystem des Coupés bevorzugt, kann den digitalen Rückspiegel optional bestellen. Wie der Test des Konzernbruders Volvo ES90 zeigt, ist diese Lösung gewöhnungsbedürftig . Bis zu 544 PS und 630 Kilometer Reichweite Bei den Antrieben greift Polestar auf die Technik des Coupés zurück. Beide Versionen besitzen eine Batterie mit 100 Kilowattstunden Kapazität. Das Basismodell treibt ein Elektromotor an der Hinterachse an. Er leistet 200 kW (272 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 343 Newtonmetern. Von 0 auf 100 km/h benötigt das Auto laut Hersteller 7,3 Sekunden. Die WLTP-Reichweite gibt Polestar mit bis zu 630 Kilometern an. Beim Dual Motor kommt ein zweiter Elektromotor hinzu. Der Allradantrieb leistet zusammen 400 kW (544 PS) und erreicht maximal 686 Newtonmeter. Tempo 100 soll nach 3,9 Sekunden erreicht sein, die WLTP-Reichweite beträgt laut Polestar bis zu 600 Kilometer. Für die stärkere Version bietet Polestar zudem ein Performance-Paket an. Es umfasst unter anderem neu abgestimmte aktive Dämpfer von ZF, Brembo-Bremsen und 22-Zoll-Räder mit Pirelli-Reifen. An einer Gleichstrom-Schnellladesäule kann die Batterie mit maximal 200 kW geladen werden. Wechselstromladen ist in Deutschland mit bis zu 22 kW möglich. Neu ist außerdem eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), die Polestar für alle Modelle der Baureihe 4 einführt. Damit kann die Hochvoltbatterie Strom an externe Geräte abgeben. So lassen sich etwa elektrische Werkzeuge oder Campingausrüstung betreiben. Das kostet das Polestar 4 SUV In Deutschland beginnt das Polestar 4 SUV mit Heckantrieb bei 57.900 Euro. Für die Dual-Motor-Version verlangt Polestar mindestens 65.900 Euro. Mit Performance-Paket steigt der Einstiegspreis auf 76.300 Euro. Bestellbar ist das neue Modell ab dem 2. September 2026. Produziert wird es im südkoreanischen Busan, wo die Fertigung bereits im zweiten Quartal angelaufen ist. Die ersten Fahrzeuge sollen im vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden.