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Fifa zeigt Uefa an: Streit nach Infantino-Plänen eskaliert

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Die Uefa plant, juristisch gegen Fifa-Präsident Infantino vorzugehen. Nun kontert der Fußball-Weltverband die Attacke der Europäer. Der Machtkampf zwischen Fifa und Uefa hat eine neue juristische Dimension erreicht. Der Weltfußballverband hat bei einem Gericht im US-Bundesstaat Florida Dokumente eingereicht, in denen er der Uefa vorwirft, eine "Verleumdungskampagne" gegen die Fifa und ihre Führung zu betreiben. Auslöser des Konflikts sind die gescheiterten Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino zur Vermarktung der Fußball-Weltmeisterschaft. In einem Schreiben vom 1. September heißt es, die von der Uefa parallel an mehrere Gerichte gestellten Anträge seien nicht mehr als bloße Pressemitteilungen. Sie dienten dazu, "die Verleumdungskampagne der Uefa gegen die Fifa und deren Führung weiter voranzutreiben". Zuerst hatte das Portal "The Athletic" über die Dokumente berichtet, die mittlerweile auch der dpa vorliegen. DFB-Pokal: Auslosung an ungewohntem Zeitpunkt "Ob er will oder nicht": Trainer macht Ansage an Woltemade Hintergrund ist ein Milliarden-Deal, den Infantino abseits der Fifa-Institutionen mit US-Geschäftspartnern zur WM-Vermarktung vorangetrieben hatte. Nach massivem Druck zog er die Pläne zurück. Die Uefa sieht darin eine rote Linie überschritten und strebt ein Strafverfahren in der Schweiz an – wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Anklage wurde bislang nicht erhoben. Dann wird "die Marktmacht der Uefa verringert" In der vergangenen Woche hatte die Uefa ein Gesuch an die US-Justiz gestellt, Dokumente rund um den verhinderten Deal zu sichern. Die Fifa will Teil des Verfahrens werden und eine Verzögerung der Entscheidung über den Uefa-Antrag erwirken. Die Uefa wolle mit ihren Anträgen Informationen offenlegen, die nach den Fifa-Regularien vertraulich behandelt werden müssten. Zudem wirft die Fifa der Uefa vor, nur eigene Interessen zu vertreten. In den Dokumenten heißt es: "Das wirtschaftliche Motiv der Uefa bestand darin, zu verhindern, dass kleinere Länder über die finanzielle Stärke verfügen, um mit der europäischen Elite konkurrieren zu können." Und weiter: "Wird der Fußball in den Entwicklungsländern gestärkt, nimmt der globale Wettbewerb zu, was letztlich die Marktmacht der Uefa verringert und für mehr Konkurrenz für ihre wichtigsten Wettbewerbe sorgt." Infantino steht wegen der Kritik an seiner Amtsführung unter Druck. Der 56-Jährige ist seit 2016 Fifa-Präsident und beharrt darauf, nicht gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Einen Rückzug scheint er nicht zu erwägen.



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