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Tangermünde: Protest gegen die AfD: Siegmunds Heimatstadt im NS-Stil

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Sachsen-Anhalt steht vor einer historischen Wahl. Um vor einer AfD-Regierung zu warnen, dekoriert eine Initiative die Heimat von Ulrich Siegmund mit eindeutigen NS-Anleihen.

Unmittelbar vor dem Wahlwochenende in Sachsen-Anhalt hat eine Initiative mit drastischen Mitteln vor einer AfD-Regierung in dem Bundesland gewarnt. Mitglieder vom „Gemeinschaftsbund Demokratischer Deutscher für ein zukunftsfähiges Sachsen-Anhalt“ brachten in Tangermünde Plakate und Bannerflaggen an Geschäften und Gebäuden an. Die Kunstaktion unter dem Titel „Lasst uns Geschichte schreiben“ erinnert in ihrer Symbolik deutlich an die Zeit des Nationalsozialismus.

Der Ort der Aktion ist dabei mit Bedacht gewählt: In Tangermünde lebt Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD und möglicher neuer Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Siegmund ist es auch, der immer wieder betont, die AfD wolle „Geschichte schreiben“ – auf diese Formulierung nimmt die Aktion mit ihrem Titel offensichtlich Bezug.

In der 10.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Stendal brachten die Initiatoren unter anderem rot-weiße Fahnen an Mauern und Gebäuden an, deren Form und Farbgebung an die Hakenkreuz-Flaggen der NS-Zeit erinnert. Auf Aufklebern war zu lesen: „Deutsche, wehrt euch! Kauft nicht aus anderen Ländern“, auf Plakaten hieß es: „Deutsche Söhne? Frauenpflicht!“ 

„Blick ins Wahlprogramm der AfD“

Auf seiner Website erklärte der Gemeinschaftsverbund, man habe „einen Blick ins Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt geworfen und entschieden, dass wir in Zukunft nicht auf diese ‚Geschichte‘ zurückblicken wollen“. Mit der Aktion habe man zeigen wollen, „wie ein AfD-regiertes Sachsen-Anhalt aussehen könnte“. In Tangermünde habe man daher an einigen Orten eine Szenerie aufgebaut, „wie Deutschland sie vor knapp 100 Jahren leider schon einmal erleben musste“.

Die AfD liegt in den Umfragen vor der Landtagswahl deutlich vorn. Eine absolute Mehrheit ist möglich, den jüngsten Umfrageergebnissen zufolge aber eher unwahrscheinlich. Spitzenkandidat Siegmund hat deutlich gemacht, nur alleine regieren zu wollen.

Quellen: Geschichte schreiben 2026“ auf Instagram, Homepage der Initiative




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