Parteien: FDP-Landesvorsitzende Hüskens bleibt bis Parteitag im Amt
Die FDP scheitert in Sachsen-Anhalt an der Fünf-Prozent-Hürde. Schon am Wahlabend kündigt die Vorsitzende prinzipiell ihren Rückzug an. Jetzt wird es konkreter.
Sachsen-Anhalts FDP-Landesvorsitzende Lydia Hüskens bleibt noch bis zum nächsten ordentlichen Parteitag in gut sieben Monaten im Amt. In einer Mitteilung der Landespartei hieß es, Hüskens stelle ihr Amt als Vorsitzende zur Verfügung. Sie führe die Geschäfte in Abstimmung mit dem Landesvorstand bis zum nächsten ordentlichen Landesparteitag Anfang März.
Hüskens: Keine Hängepartie für Landesverband
„Für das Ergebnis trage ich die Verantwortung“, wird Hüskens in der Mitteilung zitiert. „Verantwortung heißt aber auch, keine Lücke zu hinterlassen.“ Der Landesverband brauche keine Hängepartie, zudem solle die Entscheidung gut vorbereitet sein. Daher sollen drei Regionalkonferenzen in Halle, Magdeburg und Dessau abgehalten werden, auf denen sich Kandidaten für den Landesvorsitz vorstellen können. Dabei solle auch das Wahlergebnis debattiert werden.
Regionalkonferenzen sollen auch Aufarbeitung der Wahl bringen
„Die personelle, inhaltliche und strukturelle Neuaufstellung gehören zusammen“, sagte Hüskens. Die 62-Jährige war seit fünf Jahren Landesvorsitzende der FDP sowie Infrastruktur- und Digitalministerin. Die FDP erreichte bei der Landtagswahl am Sonntag 2,6 Prozent der Stimmen und blieb damit unter der Fünf-Prozent-Hürde.
