„Wer wird Millionär?“: Lehrer scheitert an Geografie-Frage – hätten Sie's gewusst?
Ein „Wer wird Millionär?“-Kandidat verblüffte Günther Jauch mit seinem Wissen und seinen ungewöhnlichen Hobbys. Doch bei der 125.000-Euro-Frage musste der Mann passen.
Abitur als 17-Jähriger, Studium im Schnelldurchlauf und verbeamteter Lehrer mit Mitte 20: Die Erwartungen waren hoch, als Toni Hackel in der am Montagabend ausgestrahlten „Wer wird Millionär?“-Sendung auf dem Ratestuhl Platz nahm. Der junge Mann aus Sachsen kletterte rasch bis zur 16.000-Euro-Frage. Zwei Joker musste er einsetzen, sonst konnte er die Antworten aus diversen Themengebieten wie Zoologie, Sport und griechischer Mythologie mühelos herleiten.
Bei der 32.000-Euro-Hürde beeindruckte der Kandidat Moderator Günther Jauch erneut mit seinem Wissen. Die Frage lautete: „Wobei lässt sich unter Umständen durch Nutzung der bifazialen Variante ein höherer Ertrag erzielen? A: Solarpanels, B: Aktienfonds, C: Tomatenpflanzen, D: Kaffeepadmaschinen.“ Die meisten Kandidaten hätten wahrscheinlich vor dem Begriff „bifazial“ kapituliert, doch Hackel setzte sofort zu einer ausführlichen Erklärung an.
„An der Stelle muss ich meinem Biologiestudium danken, vor allem Herrn Dr. Otto. Er hat uns immer was vom bifazialen Laubblatt erzählt. Fazial kommt von Gesicht. Ein Laubblatt kann auf der Blattober- und auf der Blattunterseite komplett identisch aufgebaut sein. Das nennt man dann unifazial. Bifazial bedeutet dann, dass es zwei Gesichter hat und dadurch mehr Ertrag erbringt“, erklärte der Kandidat und kam so auf die richtige Antwort: die Solarpanels. „Das war ein erschöpfender Vortrag“, kommentierte Jauch den Monolog des 25-Jährigen.
„Wer wird Millionär?“-Kandidat hält Dutzende Vogelspinnen
Nicht nur mit seinem Wissen, sondern auch mit seinen Hobbys verblüffte der Kandidat den Moderator. Zum einen berichtete Hackel, dass er selbst Gartenpflanzen züchte und dafür mehrere Grundstücke angemietet habe. „Prachtstauden sind meine Passion. Das hat schon in meiner Jugend angefangen und sich dann im Studium intensiviert“, schwärmte er. Seine zweite Leidenschaft seien Vogelspinnen. „Seit frühester Kindheit habe ich mich für exotische Tiere interessiert. Im Alter von zwölf Jahren habe ich meine erste Vogelspinne bekommen. Die lebt immer noch“, sagte Hackel. Inzwischen besitze er „um die 30 erwachsene Tiere. Jungtiere habe ich zeitweise viel mehr.“
Der Lauf des Kandidaten hielt bis zur 125.000-Euro-Frage an, dann musste er passen. Folgende Frage konnte er nicht beantworten: „Betrachtet man das legendäre Bermudadreieck auf einer Karte, liegt Bermuda …? A: am nördlichsten Punkt, B: am westlichsten Punkt, C: am südlichsten Punkt, D: ziemlich genau in der Mitte.“ Hackel hatte keinen blassen Schimmer. Die Blamage wäre wohl groß gewesen, wenn er Geografie unterrichten würde. Doch seine Fächer sind Biologie und Chemie – und so freute er sich am Ende über die gewonnenen 64.000 Euro.
Ob er das Geld in neue Stauden oder in neue Spinnen investieren wolle, fragte Jauch seinen Kandidaten zum Abschied. Er plane die Anschaffung eines neuen Gewächshauses, sagte Hackel. „Gewächshäuser gibt es wie Automodelle. Da können Sie alles haben. Da gibt es keine Grenze nach oben.“
Und die richtige Antwort auf die 125.000-Euro-Frage? Es wäre A, am nördlichsten Punkt gewesen. Hätten Sie’s gewusst?
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