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Сентябрь
2026

Schülerproteste in Frankreich: 440 Festnahmen – Schulen blockiert

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Die Schülerproteste in Frankreich weiten sich aus: Dutzende Schulen waren am Dienstag blockiert. Es gab Hunderte Festnahmen und auch zahlreiche Verletzte. Die teils gewaltsamen Proteste gegen eine schlechte Ausstattung von Schulen in Frankreich haben sich ausgedehnt und zu zahlreichen Festnahmen geführt. Innenminister Laurent Nuñez sprach im Sender BFMTV von 440 festgenommenen Menschen am Dienstag, darunter seien überwiegend Minderjährige. Den Festgenommenen werde zumeist Sachbeschädigung oder Angriffe auf Ordnungskräfte vorgeworfen, so Nuñez. Noch seien die Zahlen vorläufig. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Nach Angaben des Bildungsministeriums waren am Dienstag insgesamt 416 Schulen von Protesten oder Störungen betroffen. Am Abend waren demnach noch 338 Schulen betroffen, 45 davon blockiert; an 46 weiteren gab es Blockadeversuche. Schüler beklagen fehlende Lehrer und schlechte Ausstattung Die Proteste hatten bereits am Freitag an weiterführenden Schulen im Großraum Paris begonnen und sich anschließend auf andere Landesteile ausgeweitet. Sie richten sich gegen fehlende Mittel, zu wenig Lehrkräfte an den Schulen und heruntergekommene Gebäude. Am Montag waren bei Protesten an Schulen in mehreren Städten Frankreichs Dutzende Menschen verletzt und mindestens 164 festgenommen worden. Während die Regierung Gewalt seitens der Protestierenden beklagte, warnten die Gewerkschaften davor, die Polizei gegen die legitimen Proteste der jungen Leute einzusetzen. Minister: "Diese Gewalt ist unsäglich" Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien am Dienstag verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray. Unter den Verletzten seien ein Lehrer, der im Norden des Landes geschlagen worden sei sowie ein Schulleiter, der im Département Hauts-de-Seine durch einen Feuerwerkskörper verletzt worden sei. Ein weiterer Schulleiter sei im Département Essonne mit dem Tod bedroht worden. "Diese Gewalt ist unsäglich", schrieb der Minister im Onlinedienst X. Das Demonstrationsrecht sei eine grundlegende Freiheit, dürfe aber nicht als Rechtfertigung für solche Taten dienen, erklärte Geffray weiter. "Wer sie legitimiert oder in diesem Zusammenhang zur Ausweitung der Blockaden aufruft, bringt unsere Schüler ebenso wie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Gefahr. Das ist unverantwortlich." Frankreichs Staatsverschuldung auf Rekordwert Am Dienstag stand in Frankreich außerdem ein nationaler Streiktag im öffentlichen Dienst an. Dieser dreht sich um befürchtete Einsparungen im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr, den Premier Sébastien Lecornu am Donnerstag vorlegen will. Nötig sind Milliardeneinsparungen, da Frankreichs Staatsverschuldung inzwischen auf einen Rekordwert angestiegen ist. Wie bereits im vergangenen Jahr dürfte es ein Kraftakt für das Mitte-Lager von Präsident Emmanuel Macron werden, den Haushalt ohne eigene Mehrheit durchs Parlament zu bringen. Erneut will Lecornu auf die Sozialisten zugehen, um eine Kompromisslinie zu finden. Im Anlauf auf die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr sind radikale Einschnitte aber nicht zu erwarten.



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