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Bundeswehr: Reservistenverband legt sich mit Boris Pistorius an

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Die Bundeswehr will mehr Soldaten. Die brauchen Platz, mahnt der einflussreiche Reservistenverband. Und macht dem Verteidigungsminister Druck. Im rheinland-pfälzischen Speyer lief es problemlos. Die Bundeswehr kehrt 2027 nach rund zwei Jahrzehnten in die Kurpfalz-Kaserne zurück. "Langfristig ist eine vollständige militärische Nutzung der ehemaligen Kurpfalz-Kaserne vorgesehen", teilte die Stadt mit. Die Bundeswehr hatte die Liegenschaft im Zuge der Truppenreduzierung aufgegeben. Nun folgt das Kommando "Rückkehr". Auch im baden-württembergischen Sigmaringen kehrt die Truppe in eine alte Kaserne zurück. Doch mahnt der Reservistenverband angesichts der gesteigerten Anforderungen an die Truppe vor mangelnden Trainingsmöglichkeiten: "Truppenübungsplätze sind ein wesentlicher Faktor der Landes- und Bündnisverteidigung. Gut ausgestattete Soldaten müssen auch trainieren können", heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Bremerhaven: Stadt wird zur Nato-Drehscheibe Nato: Hegseths Gästeliste spaltet die Allianz Zum 31. August 2026 zählte die Bundeswehr 186.400 aktive Soldatinnen und Soldaten – das sind etwa 4.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Doch soll die Truppe langfristig bis Mitte des nächsten Jahrzehnts auf eine Stärke von 460.000 Einsatzkräften anwachsen. Verband fordert mehr Engagement von Pistorius Dabei setzt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf eine neue freiwillige Wehrpflicht. Sie war am 1. Januar in Kraft getreten. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig. Doch braucht die größere Truppe auch mehr Platz. Deshalb fahndet die Truppe nach Liegenschaften wie in Speyer und Sigmaringen. Der Reservistenverband mahnte von Verteidigungsminister Boris Pistorius weitere Anstrengungen an. Vor allem bei der Ausweitung von Trainingsmöglichkeiten. "Truppenübungsplätze sind neben Personal und Material der dritte – oft weniger beachtete – Faktor für die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr", warnte die Vereinigung. Weiter heißt es in der Erklärung: "Es leuchtet ein, dass die Streitkräfte genügend Soldaten brauchen, die optimal ausgestattet sein müssen, um der Bedrohung durch Russland etwas entgegensetzen zu können. Aber diese – hoffentlich – gut ausgestatteten Soldaten müssen auch in Übung gehalten werden."



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