Buchmesse: Proteste bei Rede des tschechischen Kulturministers
Tschechien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse. Beim Eröffnungsfestakt regt sich Widerspruch.
Die Rede des tschechischen Kulturministers Oto Klempir zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse ist von Protesten begleitet worden. Tschechien ist der Ehrengast der diesjährigen Messe. Während Klempir sprach, gab es Zwischenrufe und Pfiffe, ein Mann hielt ein Plakat hoch.
Der rechte Kulturminister ist seit letztem Dezember im Amt. Er war als Parteiloser von der rechten Autofahrerpartei Motoristen nominiert worden. Unter anderem hatte die überraschende Abberufung der Leiterin der Prager Nationalgalerie für Aufsehen gesorgt. In der Kritik steht besonders die Reform der öffentlich-rechtlichen Medien.
Die tschechische Autorin Radka Denemarkova („Stunden aus Blei“), die nach dem Minister sprach, wurde bejubelt, als sie sagte, Minister kämen und gingen, „aber die Literatur bleibt“. In ihrer Rede betonte sie, man könne Literatur und Politik nicht trennen: „Der Kampf um die Wortmacht ist auch ein Kampf um die Weltmacht.“
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