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Trotz Kritik und Warnungen: Paramount-Warner-Fusion endgültig besiegelt

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Die Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery ist abgeschlossen. Künftig sollen HBO Max und Paramount+ verschmelzen.

Es ist offiziell: Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen. Für rund 110 Milliarden Dollar entsteht damit ein neuer Hollywood-Gigant namens Skydance. Das neue Unternehmen wird von David Ellison geführt. Der 43-Jährige ist der Sohn von Oracle-Gründer Larry Ellison. Er spricht von einem „historischen Tag“.

Für Zuschauerinnen und Zuschauer könnte sich durch die Fusion einiges ändern. Denn unter dem neuen Konzern befinden sich nicht nur zwei der bekanntesten Filmstudios der Welt mit Marken wie „Harry Potter“, „Game of Thrones“ oder „Top Gun“, sondern auch mehrere große Streamingdienste. HBO Max und Paramount+ sollen langfristig zu einem einzigen Dienst zusammengeführt werden, wie Ellison bereits kurz nach der Fusion ankündigte. Einen konkreten Zeitpunkt gibt es dafür noch nicht. Zunächst bleiben die Angebote und Apps unverändert.

Deal hatte viele prominente Gegner

Dass der Deal nun abgeschlossen ist, dürfte bei vielen in Hollywood allerdings für wenig Begeisterung sorgen. Zu den prominentesten Gegnern gehörte Mark Ruffalo (58). Der „Avengers"-Star hatte sich monatelang gegen die Übernahme eingesetzt. Nach der Genehmigung des Deals Ende September schrieb er, die Fusion werde „die Kreativität ersticken, die Meinungsfreiheit schwächen und Menschen ihre Jobs kosten“. Es sei ein „schlechter Deal für dieses Land“.

Ruffalo war dabei nicht allein. Eine Kampagne gegen die Fusion wurde von Tausenden Filmschaffenden unterstützt. Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem Jane Fonda (88), Ben Stiller (60), Sofia Coppola (55), Trey Parker (57) und Regisseur Denis Villeneuve (59). Auch George Clooney (65) äußerte sich kritisch. Er sagte, er mache sich bei derartigen Zusammenschlüssen grundsätzlich Sorgen, weil große Unternehmen andere verschluckten und dadurch Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Sorge vor Jobabbau und politischem Einfluss

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der erwartete Stellenabbau. Paramount Skydance hat Einsparungen von rund sechs Milliarden Dollar angekündigt. Der Konzern will unter anderem die beiden Streamingdienste zusammenführen und seine Filmproduktion ausbauen. Analysten sehen angesichts der hohen Verschuldung des neuen Unternehmens allerdings erhebliche finanzielle und organisatorische Risiken. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit von Paramount und Warner Bros. Discovery im Zuge des Abschlusses herab.

Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich der politischen Einflussnahme. Kritiker befürchten insbesondere Auswirkungen auf die journalistische Unabhängigkeit von CNN und CBS News. Im Zuge der Einigung mit den US-Behörden wurde deshalb ein Gremium zur Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit eingerichtet. Ob dieses ausreichend Schutz bietet, wird allerdings angezweifelt.




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