Schwefelgeruch: Gase aus defekten Akkus – drei Schulkinder im Krankenhaus
An einer Grundschule in Schwelm im Ruhrgebiet kommt es zu einem Gasalarm. Eine Lehrkraft und drei Kinder müssen ins Krankenhaus. Feuerwehrleute machen die Ursache in der Brandmeldeanlage aus.
In einer Grundschule in Schwelm bei Wuppertal sind mehrere Kinder durch Gase aus defekten Akkus der Brandmeldeanlage leicht verletzt worden. Drei Kinder und auch eine Lehrkraft seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete ein Sprecher der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis. Durch den Rettungsdienst seien insgesamt zehn Personen gesichtet worden.
Während der Unterrichtszeit waren Einsatzkräfte gegen 9.30 Uhr wegen eines unklaren, schwefeligen Geruchs alarmiert worden, der Übelkeit hervorrufe. Laut Feuerwehr klagte zunächst eine Lehrkraft über Kreislaufprobleme und Übelkeit, später meldeten sich auch etwa zehn Schülerinnen und Schüler mit ähnlichen Beschwerden. Einige Personen hätten vor Ort behandelt werden können, hieß es.
Als die Einsatzkräfte – auch mit Verstärkung aus umliegenden Kommunen – eintrafen, hatten die Lehrerinnen und Lehrer das Schulgebäude bereits geräumt, sagte ein Feuerwehrsprecher einem dpa-Reporter vor Ort. Etwa 200 Kinder und rund 30 Erwachsene seien von dem Vorfall betroffen gewesen.
Vor dem Gebäude wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Bis zum Mittag waren die meisten Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern abgeholt worden. Sicherheitshalber wurde die Gasleitung außer Betrieb genommen.
Spezialisten der Feuerwehr Wuppertal rückten teils mit Atemschutzmasken und einem Spezialgerät an, um zu untersuchen, was ausgetreten war. Dabei wurden keine Gefahrstoffe festgestellt. Bei der Kontrolle der Brandmeldeanlage kam laut Feuerwehr heraus, dass Akkus, die Stromausfälle überbrücken sollten, defekt waren. Sie seien überhitzt gewesen und hätten Gase freigegeben.
