Köln: Stinkende Flüssigkeit an NS-Gedenkstätte – Staatsschutz ermittelt
Unbekannte haben vor dem NS-Dokumentationszentrum in Köln eine stinkende Flüssigkeit vergossen. Nun ermittelt der Staatsschutz. Vor dem NS-Dokumentationszentrum in Köln ist eine übelriechende Flüssigkeit vergossen worden. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung, wie die Kölner Polizei am Freitag mitteilte. Mitarbeiter der städtischen Einrichtung informierten demnach am Morgen wegen des "extremen" Geruchs die Polizei. An allen drei Zugängen des Gebäudes fanden sich Reste der offenbar gezielt verteilten Flüssigkeit. Der Direktor des NS-Dokumentationszentrums, Henning Borggräfe, sprach von einem "gezielten Angriff auf die Gedenkstätte und die Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus" in Köln. "Wir verurteilen den Angriff scharf und werden uns davon nicht einschüchtern lassen", erklärte Borggräfe. Entscheidung im Stadtrat: Empörung über Stolpersteinverbot in Heidenau Grüne warnen: "Die Lage ist sehr, sehr ernst" Das Zentrum blieb nach Angaben der Stadt zunächst geschlossen. Es soll erst am Dienstag wieder für Besucher offen stehen. Die umfangreichen Reinigungsarbeiten würden bis Montag andauern, hieß es. Das städtische NS-Dokumentationszentrum ist ein Museum und eine Gedenkstätte zur Geschichte des Nationalsozialismus in Köln. Es befindet sich im EL-DE-Haus, der ehemaligen Kölner Gestapo-Zentrale. Das Zentrum dokumentiert nach eigenen Angaben die NS-Verbrechen und ihre Auswirkungen auf das Leben in Köln.