Rund um den Bayern-Youngster entzündet sich eine öffentliche Debatte. Max Eberl äußert sich vielsagend. Nach dem 2:2-Unentschieden zwischen dem FC Bayern und dem BVB am Samstagabend lag der Fokus nicht nur auf sportlichen Themen. Neben den drei verletzungsbedingten Auswechslungen von Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise beschäftigte auch Lennart Karl die handelnden Personen. Max Eberl reagierte dabei auf Kritik von Michael Ballack . "Ich weiß nicht, ob er das als DAZN-Experte oder als Berater des Spielers gesagt hat", äußerte sich der Bayern-Sportvorstand in den Katakomben der Allianz Arena vielsagend. Ballack, der mit seiner Agentur Lucky 13 unter anderem Karl berät, hatte das Topspiel für Streaminganbieter DAZN als Experte begleitet. Den Jung-Nationalspieler hatte er dabei gegen Kritik von Uli Hoeneß verteidigt, zudem auch Eberl attackiert. Bayerns Misere nimmt kein Ende: Und jetzt auch noch das Polizei untersucht Vorfälle: Wettskandal rund um den Ballon d'Or? "Dass Max Eberl nun, nachdem Lennarts Leistungskurve wieder klar nach oben zeigt, ihm ein sportliches Loch attestiert, geschmückt mit Fehltritten, ist vom Zeitpunkt her unverständlich und inhaltlich zumindest mal zu hinterfragen", sagte Ballack. Der Ex-Profi verteidigte auch Karls Aktivitäten in den sozialen Medien: "Lennart ist 18 Jahre jung. Wo wart ihr mit 18? Genauso wie er sich auf dem Platz ausprobiert, tut er das auch außerhalb des Platzes." Eine Verletzung bremste Karl im Sommer aus Eberl hielt am Samstagabend dagegen. "Ehrlicherweise finde ich es schwierig, wenn man über Medien jetzt einen Disput führt", warf er Ballack eine falsche Vorgehensweise vor. Zugleich stellte der 53-Jährige mit Blick auf Karl klar: "Wir wussten, dass seine Entwicklung auch mal eine Delle haben kann. Und nichts anderes haben wir gesagt." Der 18-Jährige hatte sich im Sommer eine Oberschenkelverletzung zugezogen und aufgrund dieser die WM verpasst. Es folgte ein durchwachsener Saisonstart, in zwölf Spielen hat der Youngster erst ein Tor für die Bayern erzielt. Dennoch gehe es "wieder nach oben", Karl sei "auf dem richtigen Weg", wie Eberl beobachtet hat. "Das ist das, was ich als Bayern München gesagt habe", betonte der Sportvorstand und schloss mit einer Aussage in Richtung Ballack: "Von daher habe ich nicht ganz verstanden, was er als Berater oder Experte gesagt hat."