Gesundheit: Aufruf zum Impfen: Thüringen nimmt an Impf-Aktionswoche teil
Der Impfpass sollte regelmäßig kontrolliert werden, aber im Alltag wird das oft vergessen. Die bundesweite Impf-Aktionswoche soll Menschen daran erinnern und über Impfungen aufklären.
Die eigenen Impfungen auf den aktuellen Stand bringen: Dazu werden Thüringer und Thüringerinnen in der bundesweiten Impf-Aktionswoche des Bundesministeriums für Gesundheit ermutigt. Zahlreiche Angebote, wie Beratungen, Vorlesungen, Podcasts oder Impfaktionen selbst, finden vom 9. bis 15. November im Freistaat statt, wie das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilte.
Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, ihren Impfpass zu überprüfen. „Impfen schützt - uns selbst und die Menschen um uns herum. Ein vollständiger Impfschutz kann vor schweren Infektionskrankheiten und ihren Folgen bewahren“, sagte sie.
Appell: Impflücken schließen
Die Landesärztekammer Thüringen rief Bürgerinnen und Bürger ebenfalls dazu auf, ihre fehlenden Impfungen nachzuholen. Viele Impflücken entstünden unbemerkt durch versäumte Impfungen im Kindesalter oder fehlende Auffrischungen im Erwachsenenalter.
Aktuell steht der Kammer zufolge die Grippe-Impfung im Fokus. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt demnach die jährliche Impfung für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Gesundheitsämter bieten Impfpasskontrollen an
Infektionen können laut Mathias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena, Komplikationen, wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Vorhofflimmern oder Lungenembolien auslösen. „Neuere Studien zeigen, dass Impfungen auch davor schützen: Die Grippe-Impfung senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, die Gürtelrose-Impfung kann das Demenzrisiko verringern“, sagte er.
Auch die Thüringer Gesundheitsämter beteiligen sich an der Impf-Aktionswoche, etwa mit Ausstellungen und Beratungen vor Ort und im Internet. Teilweise finden in den Gesundheitsämtern Impfpasskontrollen, reisemedizinische Beratungen und Impfungen statt.
