2. Fußball-Bundesliga: Kleeblatt-Trainer Vogel: Dresden wie angeschlagener Boxer
Die SpVgg Greuther Fürth hofft auf einen erfolgreichen Auswärtsauftritt in Dresden. Es könnte ein guter Abend werden, meint Trainer Heiko Vogel.
Die Spielvereinigung Greuther Fürth will zwei Tage vor einer richtungsweisenden Mitgliederversammlung beim Tabellenletzten Dynamo Dresden sportlich nachlegen. Nach dem wichtigen Heimerfolg gegen Holstein Kiel will der Tabellenneunte am Freitagabend (18.30 Uhr) im Rudolf-Harbig-Stadion den zweiten Auswärtssieg der Zweitliga-Saison einfahren.
„Wenn wir die Effizienz von zu Hause und das Leistungsvermögen vom Hertha-Spiel kombinieren, könnte das ein guter Abend werden“, sagte der Fürther Trainer Heiko Vogel. Beim Tabellenführer aus Berlin habe sein Team Mitte Oktober „gut gespielt“, sei aber „leider nicht belohnt“ worden. Allerdings sei Dresden wie „ein angeschlagener Boxer, der sehr gefährlich ist“, meinte Vogel.
Künftig wieder nur Fürth?
Am Sonntag wird dann im Sportpark Ronhof unter freiem Himmel auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber abgestimmt, ob „Greuther“ aus dem offiziellen Namen gestrichen und wieder der traditionelle Name SpVgg Fürth benutzt werden soll. Für die Annahme der Satzungsänderung ist eine Zweidrittelmehrheit von 75 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
Der aktuelle Name stammt aus dem Jahr 1996, als eine Fusion mit der Fußballabteilung des lokalen Amateurvereins TSV Vestenbergsgreuth den finanziell angeschlagenen Verein aus Fürth rettete. Die Fans haben jedoch immer wieder argumentiert, dass die Identität des dreimaligen deutschen Meisters, der 1914, 1926 und 1929 den Titel holte, wiederhergestellt werden sollte.
