Biathlon-Verband mit Bitte an IOC: Nachtests schneller analysieren
Antholz (dpa) - Im Skandal um das vermeintliche Staatsdoping in Russland fordert der Biathlon-Weltverband IBU vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), die Nachtests noch aktiver Olympia-Skijäger zu priorisieren. Die IBU werde deshalb «einen dringenden Antrag stellen», hieß es am Samstag in einer IBU-Mitteilung. Demnach sollen die Proben von Biathleten, die bei den Winterspielen 2014 in Sotschi dabei waren und noch laufen, schnell untersucht werden.Nach dem zweiten McLaren-Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte das IOC im Dezember angekündigt, alle 254 Urinproben russischer Athleten von den Winterspielen 2014 erneut zu analysieren. Die 63 Blutproben russischer Sportler in Sotschi waren seinerzeit bereits nachgetestet worden - alle waren negativ.Der Biathlon-Weltverband hat nach einer Vorstandssitzung am Samstag in Antholz in formelles Verfahren gegen den russischen Verband eröffnet. Die RBU muss bis zum 5. Februar erläutern, welche Rolle sie im Skandal um das mutmaßliche Staatsdoping gespielt hat. Vor dem ersten WM-Rennen am 9. Februar in Hochfilzen soll es dann eine weitere Vorstandssitzung geben. Dort soll die RBU-Stellungnahme ausgewertet und über weiter Maßnahmen entschieden werden.