Gewitter: Blitz schlägt in Kran in Hamburg ein – Kranführer in Kabinen eingesperrt
Ein Gewitter hat in Hamburg für einen Notfall in der Hafencity gesorgt. Durch einen Blitzschlag wurden zwei Kranführer in ihren Kabinen eingesperrt. Einer von ihnen musste von der Höhenrettung abgeseilt werden.
Wegen eines Unwetters mit Starkregen und Gewitter in Hamburg sind zwei Kranführer auf einer Baustelle in der Hafencity zeitweise in ihren Kabinen eingesperrt gewesen. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte es am Freitagmorgen durch einen Blitzeinschlag in einen Kran einen Stromausfall gegeben, wie eine Feuerwehrsprecherin sagte. Einer der beiden Männer habe später selbstständig herunterklettern können. Der zweite wollte dies zuerst auch tun, auf halber Strecke verließen ihn jedoch die Kräfte, so dass die Höhenrettung den Mann auf den Boden abseilte.
Mehr als 260 Einsätze in Hamburg durch Unwetter
Dass die Männer trotz des Gewitters in ihren Kränen blieben, sei die richtige Entscheidung gewesen. "Jede Krananlage hat einen Blitzableiter. Viel gefährlicher wäre es gewesen, wenn sie zur Zeit des Unwetters abgestiegen wären."
In der Innenstadt mussten zudem vier Handwerker auf einem Dach – vermutlich nach einem Blitzeinschlag in der unmittelbaren Nähe – rettungsdienstlich versorgt werden. Sie konnten nach der medizinischen Versorgung auf der Baustelle bleiben.
Die Einsatzkräfte in der Hansestadt hatten durch das Unwetter alle Hände voll zu tun. Allein bis etwa 11 Uhr wurde die Feuerwehr zu mehr als 260 Einsätze gerufen, wie die Sprecherin weiter sagte.