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Chinesischer Experte: USA starten keine groß angelegte Bodenoffensive gegen Iran

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Jin Canrong, stellvertretender Direktor des Instituts für Internationale Studien an der Renmin-Universität in China, zieht es in Zweifel, dass die USA eine groß angelegte militärische Intervention in Iran starten werden. Der Professor für Amerikanistik äußerte sich zu dem Thema in der Sendung "Runder Tisch für beide Seiten der Taiwanstraße", die auf chinesischen Streaming-Plattformen ausgestrahlt wird.

Die USA seien aus Haushaltsgründen nicht in der Lage, eine massive Bodenoperation in Iran durchzuführen, erklärte Jin. Bodenkämpfe würden zum Bankrott führen, daher kommen derartige Operationen nicht infrage, fügte er hinzu. 

Laut dem chinesischen Politikwissenschaftler werde US-Präsident Donald Trump in seiner Politik gegen Teheran wahrscheinlich weiterhin auf "übliche Methoden" zurückgreifen. Dazu gehörten demzufolge Bombenangriffe aus großer Entfernung, Morde und politische Geheimabsprachen.

Jin geht davon aus, dass Israel die USA womöglich dazu bewegen werde, lokale militärische Einsätze gegen Iran durchzuführen. Der jüdische Staat würde es nicht wagen, die militärische Auseinandersetzung mit der Islamischen Republik allein zu suchen, so der Politikwissenschaftler weiter.

Die Proteste in Iran begannen Ende Dezember 2025, ausgelöst durch die Abwertung der Landeswährung, des iranischen Rials. Die Demonstranten kritisierten die Regierung. In mehreren iranischen Städten eskalierten die Proteste, wobei es zu Zusammenstößen zwischen gewalttätigen Teilnehmern und der Polizei kam. Es gab Berichte über Verletzte und Todesopfer auf beiden Seiten.

Außenminister Abbas Araghtschi sprach von einem organisierten Versuch externer Kräfte, das Land zu destabilisieren, und verwies auf Videos schwerer Gewalt sowie angeblich eingeschleuste Waffen. Ein Teil der Proteste sei jedoch friedlich verlaufen, hieß es. Die iranischen Behörden gaben am 12. Januar bekannt, dass die Lage unter Kontrolle sei.

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