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Militärischer Eingriff? USA verlegen offenbar Flugzeugträger nach Nahost

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Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran verstärken die USA laut Medienberichten ihre militärische Präsenz im Nahen Osten. So sei der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln (CVN-72) mit Begleitschiffen vom Südchinesischen Meer in die Region unterwegs, berichtete unter anderem das Portal Axios.

Der mit einem Atomreaktor betriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. Die USS Abraham Lincoln soll in etwa einer Woche im Nahen Osten ankommen. Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht, berichtete unter anderem auch die New York Times. Es könnten auch weitere Kampfflugzeuge folgen. Eine offizielle Bestätigung der Verlegung durch das Pentagon gab es allerdings bisher nicht.

Ein Flugzeugträger sei zwar für Offensivoperationen nicht unbedingt notwendig, aber seine Präsenz im Nahen Osten sende ein klares Signal der Abschreckung und Einsatzbereitschaft an Verbündete wie Gegner, hieß es in Army Recognition.

Die US-Marine hatte nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 bis zum vergangenen September eine nahezu konstante Flugzeugträgerpräsenz im Nahen Osten aufrechterhalten. Dann verließ die USS Nimitz die Region, da sich das Pentagon auf Operationen in der Karibik konzentrierte, um die Regierung des inzwischen abgesetzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu bekämpfen.

Die Verlegung des Flugzeugträgers CVN-72 aus dem Südchinesischen Meer in den Nahen Osten schwächt die Präsenz der US-Marine im Indopazifik erheblich. Der bislang einzige in der Region stationierte Flugzeugträger der US-Navy, die USS George Washington (CVN-75), ist inzwischen in ihren Heimathafen Yokosuka (Japan) zurückgekehrt und befindet sich dort in der Wartung. Damit wird der Träger voraussichtlich bis mindestens zum Sommer außer Gefecht sein.

Seit Beginn der mittlerweile abgeebbten Proteste Ende Dezember hat Trump Iran mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Ausgelöst worden waren die Proteste unter anderem durch eine dramatische Wirtschaftskrise, eine sehr hohe Inflationsrate und große Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran. Die Proteste wandten sich zuletzt in gewaltsamen Unruhen gegen die Staatsstrukturen.

Mehr zum Thema – Ein Täuschungsmanöver? Trump rudert im Fall der Iran-Unruhen zurück




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