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Auto-Reifen bei Hitze: 0,2-Regel schützt Sommerreifen

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Zu wenig Luft im Reifen kann bei Sommerhitze zum Problem werden. Worauf Autofahrer jetzt achten sollten und was hinter der 0,2-Regel steckt. Sommerhitze setzt nicht nur den Fahrern zu. Auch die Autoreifen werden stark belastet – oft stärker, als viele Autofahrer vermuten. Schon ein kleiner Fehler beim Reifendruck kann die Belastung zusätzlich erhöhen. Experten empfehlen deshalb, den Luftdruck vor längeren Fahrten zu kontrollieren. Dabei spielt eine einfache Faustregel eine wichtige Rolle: die sogenannte 0,2-Regel. Warum sie sinnvoll ist, wann sie gilt und welche Fehler Autofahrer vermeiden sollten. Was bedeutet die 0,2-Regel? Der Auto Club Europa (ACE) rät, den vom Hersteller empfohlenen Reifendruck bei großer Hitze um 0,2 bar zu erhöhen. Bei Fahrzeugen mit hoher Zuladung können je nach Modell auch größere Zuschläge vorgesehen sein. Maßgeblich bleiben jedoch immer die Herstellerangaben. Wichtig ist außerdem der Zeitpunkt der Messung: Prüfen Sie den Reifendruck möglichst vor Fahrtbeginn oder erst wieder, wenn die Reifen vollständig abgekühlt sind. Während der Fahrt steigt der Luftdruck durch die Erwärmung ganz automatisch an. Warum Hitze die Reifen stärker belastet An heißen Sommertagen kann sich der Asphalt auf bis zu 60 Grad Celsius aufheizen. Während der Fahrt kommen Reibung und die ständige Verformung des Reifens hinzu. Fachleute sprechen von der sogenannten Walkarbeit. Ist der Reifendruck zu niedrig, verformt sich der Reifen stärker. Dadurch entsteht zusätzliche Wärme, die das Material stärker belastet. Welche Folgen ein falscher Reifendruck hat Ein falscher Reifendruck beeinträchtigt nicht nur die Sicherheit. Er wirkt sich auch auf Verschleiß und Kraftstoffverbrauch aus. Zu wenig Luft im Reifen kann: den Bremsweg verlängern, das Fahrverhalten verschlechtern, den Reifen schneller verschleißen lassen, den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Nach Angaben des ADAC kann der Verbrauch dadurch um bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer steigen. Im ungünstigsten Fall kann es zu Schäden am Reifen oder sogar zu einem Reifenplatzer kommen. Wichtig ist aber auch: Ein deutlich über den Herstellerangaben liegender Reifendruck kann ebenfalls zu Problemen führen und beispielsweise Komfort oder Haftung verschlechtern. Wo Sie den richtigen Reifendruck finden Den passenden Reifendruck gibt der Fahrzeughersteller vor. Je nach Modell finden Sie die Angaben: an der Innenseite des Tankdeckels, an der B-Säule auf der Fahrerseite, in der Betriebsanleitung, teilweise auch im Handschuhfach oder in den Online-Unterlagen des Herstellers. Häufig unterscheiden sich die Werte für Vorder- und Hinterachse. Für Fahrten mit voller Beladung gelten oft höhere Luftdruckwerte als im normalen Alltagsbetrieb. Diese Fehler sollten Sie vermeiden Kontrollieren Sie den Reifendruck regelmäßig und nicht erst unmittelbar vor der Urlaubsfahrt. Der ADAC empfiehlt, den Luftdruck etwa alle zwei Wochen zu überprüfen. Werfen Sie dabei auch einen Blick auf den Zustand der Reifen. Beschädigungen, eingefahrene Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe können die Fahrsicherheit zusätzlich beeinträchtigen. Lassen Sie außerdem keine Luft aus warmen Reifen ab. Der höhere Druck nach einer längeren Fahrt ist normal und sinkt nach dem Abkühlen wieder. Wer im Sommer noch mit Winterreifen unterwegs ist, sollte auf Sommerreifen wechseln. Die weichere Gummimischung von Winterreifen erwärmt sich bei hohen Temperaturen stärker und verschleißt schneller.



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