Experten: KI-basierte Dienste erhöhen Gefährlichkeit von Cyberkriminalität
In diesem Jahr dürfte der Einsatz spezialisierter KI-Dienste durch Cyberkriminelle massiv zunehmen, vermuten die russischen IT-Experten einstimmig. Dadurch werden Angriffe an Umfang, Komplexität und Zielgenauigkeit gewinnen. Die Hauptbedrohungen – gezielte Werbung, Ausnutzung von Schwachstellen und Angriffe auf Lieferketten – werden jedoch auch im Jahr 2026 bestehen bleiben.
Aleksej Korobtschenko, der Leiter der Abteilung für Informationssicherheit des Unternehmens "Code Security", erklärt beispielsweise in einem Gespräch mit der Zeitung Iswestija:
"Künstliche Intelligenz wird in diesem Jahr eindeutig zur Erstellung von Phishing-Texten, tiefgreifenden Fälschungen, zur Automatisierung der Aufklärung und zur Anpassung von bösartigem Programmcode eingesetzt werden."
Dmitri Galow, der Leiter von Kaspersky GReAT in Russland, geht davon aus, dass Cyberangriffe auf Durchschnittsnutzer mithilfe von KI immer präziser, komplexer und vielschichtiger werden. Neue Schemata und Bedrohungen durch Cyberkriminelle werden im neuen Jahr durch den aktiven Einsatz künstlicher Intelligenz in Verbindung mit Social Engineering entstehen, prognostiziert auch Jewgeni Pankow, Datenanalyst des Koordinationszentrums für .RU/.РФ-Domains. KI wird die Erstellung und Verbreitung von schädlichen Inhalten, Audio- und Video-Fakes, betrügerischen Chatbots und gefälschten Dokumenten sogar geschickt automatisieren. Pankow betont:
"Social Engineering wird dazu genutzt werden, die Wachsamkeit der Nutzer durch realistische und psychologisch ausgefeilte Vorgehensweisen zu schwächen. Die Symbiose aus Technologie und Manipulation wird Angriffe nicht nur umfangreicher, sondern auch präziser machen. Dadurch wird der Schaden für Unternehmen und Privatpersonen zunehmen."
Aus diesem Grund werden wir in naher Zukunft höchstwahrscheinlich den Niedergang der auf Gesichtserkennung basierenden Authentifizierungstechnologien erleben, meinen Branchenexperten, da sich die Deepfake-Technologien weiter verbessern werden, sodass Unternehmen sich gezwungen sehen, in diesem Bereich etwas prinzipiell Neues zu entwickeln.
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